Metformin
Metformin ist das am haufigsten eingesetzte orale Antidiabetikum zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus und gilt als Erstlinientherapeutikum gemass den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).
Der Wirkstoff senkt den Blutzucker durch Hemmung der hepatischen Glukoseproduktion und Verbesserung der Insulinsensitivitat, ohne eine Hypoglykamie zu verursachen.
In Deutschland ist Metformin rezeptpflichtig und uber die GKV erstattungsfahig.
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Einleitung: Metformin als Basistherapie des Typ-2-Diabetes
Metformin gehort zur Wirkstoffklasse der Biguanide und ist seit uber 60 Jahren in der klinischen Anwendung.
In Deutschland ist Metformin das meistverordnete Arzneimittel zur Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus und wird von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sowie internationalen Leitlinien (ADA, EASD) als Mittel der ersten Wahl empfohlen.
Das BfArM hat Metformin fur den deutschen Markt zugelassen, und der Wirkstoff ist Bestandteil des GKV-Leistungskatalogs.
Im Gegensatz zu anderen Antidiabetika, wie Sulfonylharnstoffe oder Insulin, verursacht Metformin keine Hypoglykamien (Unterzuckerungen), da es die Insulinsekretion nicht stimuliert, sondern die Insulinempfindlichkeit des Korpers verbessert.
Metformin ist ausserdem gewichtsneutral oder gewichtsreduzierend, was es besonders fur ubergewichtige Typ-2-Diabetiker geeignet macht.
Das IQWiG hat mehrfach den Nutzen von Metformin im Vergleich zu anderen Antidiabetika bewertet und kommt zu dem Schluss, dass Metformin bei geeigneten Patienten das bevorzugte Erstlinienmedikament ist.
Neben der Blutzuckerkontrolle hat Metformin in grossen Studien (UKPDS) nachgewiesen, dass es kardiovaskulare Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall) bei ubergewichtigen Typ-2-Diabetikern reduziert, was es zu einem besonders wertvollen Arzneimittel macht.
Wirkungsmechanismus von Metformin
Metformin wirkt auf mehreren Ebenen des Glukosestoffwechsels:
Hemmung der hepatischen Glukoneogenese: Der wichtigste Mechanismus ist die Hemmung der Glukoseproduktion in der Leber (Glukoneogenese und Glykogenolyse).
Unter normalen Bedingungen produziert die Leber kontinuierlich Glukose, besonders in der Nacht und zwischen den Mahlzeiten. Bei Typ-2-Diabetikern ist diese Produktion ubermassig erhoht, was zu erhohten Nuchternblutzuckerwerten fuhrt.
Metformin hemmt diesen Prozess durch Aktivierung der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK) und durch direkte Hemmung des mitochondrialen Komplex I der Atmungskette.
Verbesserung der peripheren Insulinsensitivitat: Metformin verbessert die Insulinsensitivitat in Muskel- und Fettzellen, sodass Glukose effizienter aus dem Blut aufgenommen werden kann.
Verlangsamung der intestinalen Glukoseresorption: Metformin verlangsamt die Aufnahme von Glukose aus dem Darm, was postprandiale Blutzuckerspitzen mindert.
Wirkung auf das Darmmikrobiom: Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass Metformin auch das Darmmikrobiom beeinflusst und dadurch zur Verbesserung des Blutzuckerstoffwechsels beitragt.
Metformin senkt den HbA1c-Wert (Langzeitzuckerwert) typischerweise um 1 bis 2 Prozentpunkte. Der Wirkstoff wird nahezu unverandert renal ausgeschieden und hat keine relevante hepatische Metabolisierung.
Indikationen fur Metformin
Das BfArM hat Metformin fur folgende Indikationen zugelassen:
- Typ-2-Diabetes mellitus: Als Monotherapie bei ubergewichtigen Erwachsenen, wenn Diat und korperliche Aktivitat allein nicht ausreichen und keine Kontraindikationen bestehen. Als Kombinationstherapie mit anderen Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe, DPP-4-Hemmer, SGLT2-Hemmer, GLP-1-Agonisten) oder mit Insulin bei ungenugendem Ansprechen auf die Monotherapie.
- Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren: Metformin ist auch fur Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren mit Typ-2-Diabetes zugelassen, was in Deutschland mit der steigenden Rate an jugendlichem Typ-2-Diabetes zunehmend relevant wird.
Off-label wird Metformin in Deutschland haufig bei polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) eingesetzt, um den Menstruationszyklus zu regulieren und die Insulinresistenz zu verbessern. Dies ist jedoch nicht Teil der offiziellen Zulassung.
Dosierung und Anwendung von Metformin
Die Dosierung von Metformin wird vom Arzt individuell festgelegt und sollte einschleichend gesteigert werden, um gastrointestinale Nebenwirkungen zu minimieren:
- Startdosis: 500 mg oder 850 mg einmal oder zweimal taglich zu den Mahlzeiten
- Dosissteigerung: Alle 1 bis 2 Wochen um 500 mg oder 850 mg erhohen, abhangig von Vertraglichkeit und Blutzuckerrespons
- Erhaltungsdosis: Typischerweise 1.500 bis 2.000 mg taglich, aufgeteilt auf 2 bis 3 Einnahmen zu den Mahlzeiten
- Maximaldosis: 3.000 mg taglich (Standardform) oder 2.000 mg taglich (Retardform)
Metformin sollte stets zu oder unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um gastrointestinale Nebenwirkungen zu reduzieren.
Retard-Formulierungen (Metformin XR oder HCL retard) werden einmal taglich abends zum Abendessen eingenommen und sind oft magenvertraglicher.
Schlucken Sie die Tabletten ganz mit ausreichend Wasser; teilen oder zerdrucken Sie keine Retardtabletten.
Nebenwirkungen von Metformin
Metformin ist im Allgemeinen gut vertraglich, kann aber vor allem zu Beginn der Therapie gastrointestinale Beschwerden verursachen:
Sehr haufige Nebenwirkungen: Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit. Diese Beschwerden sind haufig transient und verschwinden nach einigen Wochen. Das einschleichende Dosieren und die Einnahme zu den Mahlzeiten helfen, diese Beschwerden zu minimieren.
Haufige Nebenwirkungen: Metallischer Geschmack im Mund (metallischer Nachgeschmack), Verdauungsstorungen.
Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen:
- Laktatazidose: Eine sehr seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Sie tritt am ehesten bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion, Lebererkrankungen, starkem Alkoholkonsum oder nach Kontrastmittelgabe auf. Symptome: starke Bauchschmerzen, Erbrechen, Atemnot, Muskelschwache, Bewusstseinstorungen. Sofort Notruf 112 rufen.
- Vitamin-B12-Mangel: Bei Langzeitanwendung kann Metformin die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm vermindern. Regelmassige Kontrollen des Vitamin-B12-Spiegels sind empfehlenswert.
Kontraindikationen fur Metformin
- Schwere Niereninsuffizienz (eGFR unter 30 ml/min/1,73 m2): Metformin ist bei stark eingeschrankter Nierenfunktion kontraindiziert, da das Laktatazidose-Risiko erhoht ist. Bei eGFR 30-45 ml/min/1,73 m2 ist Vorsicht geboten und nur niedrige Dosen erlaubt.
- Schwere Leberinsuffizienz oder aktive Lebererkrankung
- Schwere Herzinsuffizienz oder Ateminsuffizienz (erhoht Laktatazidose-Risiko)
- Alkoholismus oder chronischer Alkoholabusus
- Kontrastmitteluntersuchungen: Metformin muss vor und nach Kontrastmittelgabe pausiert werden (typischerweise 48 Stunden). Informieren Sie Ihre Arzte stets uber die Metformin-Einnahme vor bildgebenden Untersuchungen.
- Schwangerschaft (Insulintherapie bevorzugt)
- Dehydratation oder akute Erkrankungen mit Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion (Fieber, Erbrechen, Durchfall)
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- Alkohol: Potenziert das Laktatazidose-Risiko; Alkohol sollte wahrend der Metformin-Therapie gemieden werden.
- Jodhaltige Kontrastmittel: Konnen die Nierenfunktion verschlechtern und das Laktatazidose-Risiko erhohen; Metformin vor und nach Kontrastmittelgabe pausieren.
- Kationische Arzneimittel (z. B. Cimetidin): Konnen die Metformin-Ausscheidung hemmen und den Metforminspiegel erhohen.
- ACE-Hemmer und Diuretika: Konnen die Nierenfunktion beeintrachtigen und das Risiko einer Laktatazidose erhohen.
- Glucocorticoide (Kortison): Erheben den Blutzucker und konnen die Wirksamkeit von Metformin vermindern; der Arzt kann eine Dosisanpassung vornehmen.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Metformin wird in der Schwangerschaft in der Regel nicht als Erstlinientherapie empfohlen; Insulin gilt als sicherste Option fur Schwangere mit Diabetes.
Studien zeigen, dass Metformin die Plazentaschranke passiert und in die Muttermilch ubergeht.
In bestimmten Fallen, beispielsweise bei Gestationsdiabetes, kann Metformin unter arztlicher Aufsicht eingesetzt werden, wenn Insulin nicht toleriert wird oder nicht verfugbar ist.
Sprechen Sie ausfuhrlich mit Ihrem Arzt uber die beste Therapieoption wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit.
Aufbewahrung von Metformin
Metformin-Tabletten sind bei Raumtemperatur (15 bis 25 Grad Celsius) zu lagern, trocken und lichtgeschutzt. Lagern Sie Metformin ausserhalb der Reichweite von Kindern.
Verwenden Sie keine Tabletten nach dem Verfallsdatum. Nicht mehr benotigtes Metformin geben Sie in der Apotheke ab, die sachgerechte Entsorgung verhindert eine Belastung des Grundwassers.
Langzeittherapie und Monitoring
Bei der Langzeittherapie mit Metformin sind regelmasige Kontrolluntersuchungen erforderlich: HbA1c-Kontrollen alle 3 bis 6 Monate; Nierenfunktionskontrolle (eGFR, Kreatinin) mindestens einmal jahrlich, bei eingeschrankter Nierenfunktion haufiger; Vitamin-B12-Spiegel alle 1 bis 2 Jahre (besonders bei Langzeittherapie und bei Patienten mit Anzeichen eines Vitamin-B12-Mangels wie Taubheitsgefuhlen oder Muskelschwache).
Ihr Hausarzt oder Diabetologe koordiniert diese Kontrollen im Rahmen des DMP (Disease Management Programm) fur Diabetes.
Haufig gestellte Fragen zu Metformin
Verursacht Metformin Unterzuckerungen?
Nein. Metformin allein verursacht keine Hypoglykamien (Unterzuckerungen), da es die Insulinsekretion nicht stimuliert. In Kombination mit Sulfonylharnstoffpraparaten oder Insulin kann es jedoch zu Hypoglykamien kommen, dann muss die Dosis der anderen Medikamente angepasst werden.
Kann ich mit Metformin abnehmen?
Metformin ist im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen gewichtsneutral oder leicht gewichtsreduzierend. Es ist kein Mittel zur Gewichtsreduktion bei Menschen ohne Diabetes und sollte ausschliesslich nach arztlicher Verordnung eingenommen werden.
Warum muss ich bei einer Kontrastmitteluntersuchung Metformin absetzen? .
Jodhaltigen Kontrastmittel konnen die Nierenfunktion vorubeergehend beeintrachtigen, was den Metforminspiegel im Blut ansteigen lasst und das Risiko einer Laktatazidose erhoht.
Metformin muss typischerweise 48 Stunden vor und 48 Stunden nach der Kontrastmittelgabe pausiert werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Radiologen.
Wie lange dauert es, bis Metformin wirkt? .
Eine Senkung des Nuchternblutzuckers ist oft bereits nach wenigen Tagen zu beobachten; eine signifikante Verbesserung des HbA1c zeigt sich nach 1 bis 3 Monaten.
Die volle Wirkung auf den Langzeitzucker ist nach 3 bis 6 Monaten messbar.
Muss ich wahrend der Metformin-Therapie eine Diat einhalten? . Ja. Metformin erganzt eine gesunde Ernahrung und korperliche Aktivitat, ersetzt diese aber nicht.
Die DDG-Leitlinien betonen, dass Lebensstilmasnahmen die Grundlage jeder Diabetesbehandlung sind. Fragen Sie Ihren Diabetologen oder eine Diabetesberaterin nach einem individuellen Ernahrungs- und Bewegungsplan.
Ist Metformin sicher bei alteren Patienten?
Metformin kann bei alteren Patienten eingesetzt werden, erfordert aber eine sorgfaltige Uberwachung der Nierenfunktion. Bei eingeschrankter Nierenfunktion (eGFR unter 45 ml/min/1,73 m2) muss die Dosis angepasst oder Metformin abgesetzt werden.
Kann Metformin auch zur Pravention von Diabetes eingesetzt werden? . Studien (u. a.
die Diabetes Prevention Program-Studie) zeigen, dass Metformin bei Menschen mit Pradiabetes das Risiko einer Manifestation des Typ-2-Diabetes reduziert.
In Deutschland ist diese Indikation nicht offiziell zugelassen; Praventionsmasnahmen stehen im Vordergrund.
Quellen
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de, Zulassungsinformationen fur Metformin
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de, Arzneimittelrichtlinien und Erstattungsstatus
- Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de, Nutzenbewertungen fur Antidiabetika
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de, Fachinformationen zu Metformin
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Praxisleitlinien Diabetes, aktuellste Fassung
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