Beloc Zok

Beloc Zok ist ein kardioselektiver Betablocker mit dem Wirkstoff Metoprololsuccinat in retardierter Form, der zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt wird.

Die Retardformulierung ermöglicht eine einmal tägliche Einnahme und sorgt für eine gleichmässige Wirkstoffspiegel über 24 Stunden.

Es ist verschreibungspflichtig und wird in Deutschland von der GKV erstattet.

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Beloc Zok, Umfassende Patienteninformation

Beloc Zok ist ein Betablocker der zweiten Generation, der den Wirkstoff Metoprolol in einer retardierten Darreichungsform enthält.

Der Wirkstoff Metoprololsuccinat wird als Retardtablette (ZOK, Zero Order Kinetics) verabreicht, was eine gleichmässige und kontinuierliche Wirkstofffreisetzung über den gesamten Tag gewährleistet.

Das Präparat wird seit vielen Jahren erfolgreich in Deutschland zur Behandlung von Herzerkrankungen, Bluthochdruck und weiteren kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt.

Metoprolol gehört zur Gruppe der selektiven Beta-1-Adrenozeptor-Blocker.

Es wirkt vorwiegend am Herzen und hat deutlich geringere Auswirkungen auf die Beta-2-Rezeptoren in der Lunge und den peripheren Blutgefässen, was es im Vergleich zu nicht-selektiven Betablockern verträglicher macht.

Beloc Zok ist ein bewährtes und weit verbreitetes Herzmedikament, das bei vielen Patienten mit Herzerkrankungen eine zentrale Rolle in der medikamentösen Therapie spielt.

Wirkmechanismus von Metoprolol

Metoprolol blockiert kompetitiv die Beta-1-Adrenozeptoren am Herzen. Dadurch werden die Auswirkungen von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin auf das Herz vermindert.

Konkret führt dies zu einer Senkung der Herzfrequenz (negative Chronotropie), einer Verminderung der Kontraktionskraft des Herzens (negative Inotropie) und einer Verlangsamung der Erregungsüberleitung im Herz (negative Dromotropie).

Diese Effekte zusammen führen zu einer Reduzierung des Sauerstoffbedarfs des Herzmuskels und einer Entlastung des Herzens.

Durch die Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks wird die Herzarbeit insgesamt vermindert.

Dies ist besonders bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit von Vorteil, da dadurch die Häufigkeit und Schwere von Angina-pectoris-Anfällen reduziert wird.

Bei Herzinsuffizienz führt die langfristige Betablockertherapie durch komplexe neurohumorale Mechanismen zu einer Verbesserung der Herzfunktion und einer Prognoseverbesserung.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Beloc Zok ist in Deutschland für mehrere Indikationen zugelassen. Erstens wird es zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) eingesetzt, häufig in Kombination mit anderen Antihypertensiva.

Zweitens ist es bei stabiler Angina pectoris (Brustschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen am Herzen) indiziert, da es die Häufigkeit und Schwere der Anfälle reduziert.

Drittens wird Beloc Zok zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt, insbesondere bei supraventrikulären Tachyarrhythmien wie Vorhofflimmern und Vorhofflattern, sowie bei Kammerrhythmusstörungen.

Viertens ist es nach einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zur Sekundärprävention indiziert, um das Risiko eines erneuten Herzinfarkts zu senken.

Schliesslich ist Beloc Zok bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion zugelassen, wo es die Mortalität und Hospitalisation reduziert.

Darreichungsformen und Dosisstärken

Beloc Zok ist in verschiedenen Dosisstärken erhältlich, typischerweise als Retardtabletten zu 23,75 mg, 47,5 mg, 95 mg und 190 mg Metoprololsuccinat.

Die Retardtabletten ermöglichen eine einmal tägliche Einnahme, was die Compliance der Patienten verbessert.

Die Tabletten können geteilt, aber nicht zerbrochen oder zerkaut werden, da dies die kontrollierte Freisetzungseigenschaft zerstören würde.

Die Wahl der Dosisstärke richtet sich nach der Indikation, dem Ansprechen auf die Therapie und der individuellen Verträglichkeit.

Bei der Behandlung von Herzinsuffizienz wird die Therapie in der Regel mit einer niedrigen Dosis begonnen und schrittweise gesteigert (Titration), um unerwünschte hämodynamische Effekte zu vermeiden und die individuell optimale Dosis zu ermitteln.

Dosierungsempfehlungen

Bei arterieller Hypertonie beträgt die Anfangsdosis in der Regel 47,5 mg täglich, die bei Bedarf auf 95 mg oder 190 mg täglich gesteigert werden kann.

Bei stabiler Angina pectoris wird in der Regel mit 95 mg täglich begonnen. Bei Herzrhythmusstörungen variiert die Dosis je nach Schwere und Art der Arrhythmie.

Nach einem Herzinfarkt wird Beloc Zok in der Regel mit 95 mg täglich begonnen, sofern es der klinische Zustand des Patienten erlaubt.

Bei Herzinsuffizienz beginnt die Therapie mit 23,75 mg täglich, die bei guter Verträglichkeit alle zwei Wochen bis auf die Zieldosis von 190 mg täglich gesteigert werden kann.

Die Einnahme erfolgt immer zur gleichen Zeit, vorzugsweise morgens zum Frühstück.

Gegenanzeigen

Beloc Zok ist kontraindiziert bei Patienten mit kardiogenem Schock, akuter Herzinsuffizienz, AV-Block zweiten oder dritten Grades, Sick-Sinus-Syndrom ohne Herzschrittmacher sowie bei Sinusbradykardie. Eine schwere Bradykardie (Herzfrequenz unter 45-50 Schläge pro Minute) ist ebenfalls eine Kontraindikation.

Bei Patienten mit schwerem Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) mit bronchospasmischer Komponente ist Vorsicht geboten, da auch selektive Beta-1-Blocker in höheren Dosen bronchospasmische Wirkungen entfalten können.

Bei unkontrolliertem Phäochromozytom, dekompensierter Herzinsuffizienz und nach Langzeitgabe bei abruptem Absetzen besteht ein erhöhtes Risiko.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen von Beloc Zok umfassen Bradykardie (langsamer Herzschlag), Kältegefühl in den Händen und Füssen, Schlafstörungen sowie Erschöpfung und Müdigkeit.

Diese Nebenwirkungen sind dosisabhängig und bessern sich häufig nach einigen Wochen der Behandlung. Eine Dosisreduktion kann in einigen Fällen hilfreich sein.

Gelegentlich können Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen auftreten. Seltenere Nebenwirkungen sind Bronchospasmus (vor allem bei prädisponierten Patienten), Herzblock, Potenzstörungen und Depressionen. Eine Verschlechterung einer vorbestehenden peripheren arteriellen Verschlusskrankheit ist ebenfalls möglich, da Betablocker die peripheren Blutgefässe verengen können.

Wechselwirkungen

Beloc Zok kann mit zahlreichen anderen Arzneimitteln interagieren. Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ können in Kombination mit Metoprolol eine ausgeprägte Bradykardie und einen AV-Block verursachen.

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel verstärken die antihypertensive Wirkung. Antiarrhythmika wie Amiodaron können ebenfalls additive Effekte auf Herzfrequenz und -leitung haben.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac können die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol abschwächen. Sympathomimetika wie Adrenalin können die Wirkung von Betablockern antagonisieren und paradoxe Blutdruckerhöhungen verursachen.

Insulin und orale Antidiabetika können in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung beeinflusst werden; zudem kann Metoprolol die Warnzeichen einer Hypoglykämie (vor allem Tremor) verschleiern.

Abruptes Absetzen

Beloc Zok darf nicht abrupt abgesetzt werden, insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit.

Ein plötzliches Absetzen kann zu einer Rebound-Tachykardie, einem Anstieg des Blutdrucks und in seltenen Fällen zu einem Herzinfarkt führen.

Die Therapie sollte schrittweise über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ausgeschlichen werden.

Wenn eine notfallmässige Operation während der Betablockertherapie erforderlich ist, sollte das Anästhesieteam über die laufende Medikation informiert werden. Ein Absetzen vor der Operation ist in der Regel nicht notwendig, muss aber individuell mit dem Kardiologen und Anästhesisten abgesprochen werden.

Besondere Patientengruppen

Bei Patienten mit Diabetes mellitus ist besondere Vorsicht geboten, da Metoprolol Symptome einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) verschleiern kann, während Schwitzen als Zeichen einer Unterzuckerung erhalten bleibt.

Regelmässige Blutzuckerkontrollen sind empfehlenswert. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion benötigen in der Regel keine Dosisanpassung, da Metoprolol vorwiegend hepatisch metabolisiert wird.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kann die Clearance von Metoprolol vermindert sein, was eine Dosisreduktion erforderlich machen kann.

Ältere Patienten tolerieren Betablocker in der Regel gut, sollten jedoch engmaschiger überwacht werden, da sie häufiger an Begleiterkrankungen leiden, die die Pharmakodynamik beeinflussen können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Metoprolol kann die Plazentaschranke passieren und in die Muttermilch übertreten. Die Anwendung während der Schwangerschaft sollte nur bei zwingender Indikation erfolgen.

In der Regel wird bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft anderen Antihypertensiva der Vorzug gegeben. Bei Anwendung kurz vor der Geburt können beim Neugeborenen Bradykardie, Hypoglykämie und Atemprobleme auftreten.

In der Stillzeit ist zu beachten, dass Metoprolol in die Muttermilch übergeht, wenngleich die Mengen in der Regel gering sind.

Bei therapeutischen Dosen ist eine Beeinträchtigung des Säuglings unwahrscheinlich. Eine ärztliche Überwachung des gestillten Kindes ist dennoch empfehlenswert, und Patientinnen sollten ihren Arzt über das Stillen informieren.

Monitoring und Verlaufskontrolle

Patienten unter Beloc-Zok-Therapie sollten regelmässige Verlaufskontrollen beim Arzt wahrnehmen. Dabei werden Herzfrequenz, Blutdruck und bei Herzinsuffizienzpatienten die Nierenfunktion und Elektrolyte überwacht.

EKG-Kontrollen sind bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder höherem Herzblock-Risiko sinnvoll. Die Therapieziele (z.B. Zielblutdruck, Ruheherzfrequenz) werden individuell festgelegt und regelmässig überprüft.

Regelungen der Zulassungsbehörden und Erstattung

Beloc Zok ist in Deutschland verschreibungspflichtig und durch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstattungsfähig. Die zuständige Zulassungsbehörde ist das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).

Genauere Informationen zur aktuellen Zulassung, zu Dosierungsempfehlungen und zu Wechselwirkungen finden Sie in der aktuellen Fachinformation und Packungsbeilage sowie unter www.bfarm.de.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK): www.dgk.org

Im Notfall wählen Sie in Deutschland den Notruf 112.

Patientenedukation und Selbstmanagement

Patienten, die Beloc Zok einnehmen, profitieren von einem aktiven Selbstmanagement ihrer Herzerkrankung.

Das regelmässige Messen des Blutdrucks und der Herzfrequenz zu Hause, mit validierten Messgeräten am Oberarm, liefert wertvolle Daten für die Therapiesteuerung.

Blutdruck- und Pulstagbücher können dem Arzt helfen, die Therapie optimal anzupassen. Moderne Blutdruck-Apps ermöglichen die digitale Dokumentation und sind bei einigen Krankenkassen als DiGA erstattungsfähig.

Patienten mit Herzinsuffizienz sollten täglich ihr Körpergewicht messen (morgens nach dem Aufwachen, vor dem Frühstück).

Eine Gewichtszunahme von mehr als zwei Kilogramm in zwei bis drei Tagen kann auf eine Flüssigkeitsretention hinweisen und erfordert die umgehende Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Arzt.

Lebensstilmassnahmen als Begleittherapie

Beloc Zok ist in der Regel Teil einer umfassenden Therapiestrategie, die auch Lebensstilmodifikationen einschliesst.

Regelmässige körperliche Aktivität in einem vom Arzt empfohlenen Mass verbessert die kardiovaskuläre Fitness und unterstützt die Blutdruckkontrolle. Bei Herzinsuffizienz ist ein strukturiertes Bewegungsprogramm (kardiale Rehabilitation) empfehlenswert.

Ausdauersport wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen ist bei stabilen Herzpatienten sinnvoll, Hochleistungssport dagegen kontraindiziert.

Ernährungsmassnahmen wie eine kochsalzarme Kost (weniger als sechs Gramm Kochsalz täglich), mediterrane Ernährung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie Nikotinverzicht und massvoller Alkoholkonsum tragen signifikant zur Blutdrucksenkung und zur Verbesserung der Herzfunktion bei.

Informationen zu kardiologischen Selbsthilfegruppen und Rehabilitationsprogrammen erhalten Sie bei Ihrem Kardiologen oder der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de).

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