Lantus
Lantus (Insulinglargin 100 Einheiten/ml) ist ein langwirksames Basalinsulin fuer Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2.
Es wird einmal taeglich subkutan injiziert, bietet ein stabiles, peakfreies Wirkprofil ueber bis zu 24 Stunden und ist in Deutschland BfArM-zugelassen sowie GKV-erstattet.
Die Anwendung erfordert eine regelmaessige Blutzuckerkontrolle und aerztliche Begleitung.
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Lantus: Basalinsulin fuer die Langzeitkontrolle des Blutzuckers
Lantus (Insulinglargin 100 Einheiten/ml) ist ein langwirksames Insulinanalogon, das fuer die Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 zugelassen ist.
Es wird einmal taeglich subkutan injiziert und bietet ein fuer Insulinpraeparate charakteristisch langes, weitgehend peakfreies Wirkprofil von bis zu 24 Stunden.
Lantus ist in Deutschland durch das BfArM zugelassen und wird bei Patienten mit Diabetes mellitus eingesetzt, bei denen eine stabile Basisversorgung mit Insulin erforderlich ist.
Die GKV erstattet Lantus bei dokumentierter Indikation; Ihr Diabetologe oder Hausarzt kann das Praeparat verschreiben und Sie in die korrekte Injektionstechnik einweisen.
Diabetes mellitus ist in Deutschland eine der haeufigsten chronischen Erkrankungen.
Nach Angaben des Deutschen Diabeteszentrums und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) leben derzeit rund acht Millionen Menschen mit diagnostiziertem Diabetes; die Dunkelziffer ist erheblich.
Bei einem relevanten Anteil der Typ-2-Diabetiker wird im Verlauf der Erkrankung eine Insulintherapie notwendig, wenn orale Antidiabetika und nicht-insulinische Injektionstherapien (GLP-1-Agonisten) nicht mehr ausreichen.
Bei Typ-1-Diabetes ist Insulin von Beginn an lebensnotwendig.
Lantus liefert als Basalinsulin die Grundversorgung und haelt den Blutzucker zwischen den Mahlzeiten und in der Nacht stabil, waehrend kurzwirksame Insuline die postprandialen Glukosespitzen abdecken.
Insulinglargin wurde im Jahr 2000 in Europa zugelassen und zaehlt seitdem zu den am haeufigsten eingesetzten Basalinsulinen weltweit. Inzwischen sind auch Biosimilars (z.B.
Abasaglar) sowie hoeher konzentrierte Formulierungen (Toujeo, 300 Einheiten/ml) verfuegbar, die bei bestimmten Patienten Vorteile bieten koennen.
Die Wahl des geeigneten Praeparats obliegt dem behandelnden Arzt und sollte individuell unter Beruecksichtigung des Hypoglykamierisikos, des Injektionsvolumens und der Therapiepraeferenz des Patienten getroffen werden.
Die korrekte Lagerung, Injektionstechnik und das regelmaessige Wechseln der Injektionsstellen sind entscheidend fuer eine gleichmaessige und vorhersehbare Insulinwirkung.
Schulungen durch Diabetesberater oder in Diabetesambulatorien sind fuer alle insulinpflichtigen Patienten empfohlen und werden von den meisten GKV-Krankenkassen finanziert.
Eine kontinuierliche Blutzuckerkontrolle (CGM) kann zusaetzlich zur Punktionskontrolle eingesetzt werden und verbessert die Therapiequalitaet bei vielen Patienten erheblich.
Wirkungsmechanismus
Insulinglargin ist ein rekombinantes Insulinanalogon menschlichen Insulins, das durch gezielte Aminosaeureaenderungen (Substitution von Asparagin durch Glycin an Position A21 und Hinzufuegung von zwei Argininen an der B-Kette) eine veraenderte Pharmakokinetik aufweist.
Nach subkutaner Injektion bildet Insulinglargin in dem leicht sauren Milieu des Praeparats (pH 4) Mikropraezipitate, die sich im Gewebe langsam aufloesen und so eine kontinuierliche, prolongierte Insulinfreisetzung ermoeglichen.
Dies fuehrt zu einem gleichmaessigen Basalinsulinprofil ohne deutlichen Peak.
Insulinglargin bindet an den Insulinrezeptor und aktiviert damit saemtliche klassischen Insulinwirkungen: Foerderung der Glukoseaufnahme in Muskel- und Fettgewebe, Hemmung der hepatischen Glukoneogenese und Glykogenolyse, Foerderung der Proteinsynthese sowie Hemmung der Lipolyse.
Indikationen
Lantus ist zugelassen fuer:
- Diabetes mellitus Typ 1 bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren
- Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen, die eine Insulintherapie benoetigen
Bei Typ-1-Diabetes wird Lantus als Basalinsulin in einem Basal-Bolus-Schema eingesetzt, ergaenzt durch kurzwirksame Insuline zu den Mahlzeiten.
Bei Typ-2-Diabetes kann Lantus als Basis-Insulin allein oder in Kombination mit oralen Antidiabetika oder GLP-1-Agonisten angewendet werden.
Die Indikationsstellung erfolgt durch den Diabetologen oder Hausarzt; das IQWiG und der G-BA haben Insulinglargin in Deutschland bewertet und in die Arzneimittelrichtlinien aufgenommen.
Dosierung und Anwendung
Lantus wird einmal taeglich zur gleichen Tageszeit subkutan injiziert, vorzugsweise zur gleichen Uhrzeit jeden Tag, um eine stabile Basalinsulinabdeckung zu gewaehrleisten.
Die Dosis wird individuell durch den Arzt festgelegt und regelmaessig anhand der Blutzuckerwerte angepasst. Bei der Umstellung von anderen Basalinsulinen ist eine engmaschige aerztliche Begleitung notwendig.
Injektionsstellen sind Bauch, Oberschenkel oder Oberarm; die Stelle sollte bei jeder Injektion innerhalb der empfohlenen Regionen gewechselt werden, um Lipodystrophien (Fettgewebsveraenderungen) zu vermeiden.
Lantus darf nicht intravenoes verabreicht werden. Das Praeparat darf nicht mit anderen Insulinen in derselben Spritze gemischt werden.
Vor jeder Injektion sollte die Losung visuell auf Truebungen, Farbaenderungen oder sichtbare Partikel kontrolliert werden; Lantus muss klar und farblos sein.
Nebenwirkungen
Wie alle Insulinpraeparate kann auch Lantus Nebenwirkungen verursachen. Die haeufigste und klinisch bedeutsamste Nebenwirkung ist die Hypoglykamie (Unterzuckerung).
Haeufige Nebenwirkungen:
- Hypoglykamie: Schwitzen, Zittern, Herzrasen, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit (schwere Hypoglykamie)
- Reaktionen an der Injektionsstelle: Roetung, Schwellung, Juckreiz, Schmerzen, Lipodystrophie
- Pruritis, Urtikaria
Seltene Nebenwirkungen:
- Lipohypertrophie (Fettgewebsverdickung) an Injektionsstellen
- Visusveraenderungen (vorueber gehend, zu Therapiebeginn)
- Periphere Oedeme
- Schwere allergische Reaktionen einschliesslich anaphylaktischer Schock (sehr selten)
Bei Symptomen einer schweren Hypoglykamie (Bewusstlosigkeit, Krampfanfaelle) sofort Notruf 112 anrufen. Leichte Hypoglykamien koennen durch Einnahme von schnell wirksamen Kohlenhydraten (Traubenzucker, Fruchtsaft) behandelt werden. Bei Vergiftungsverdacht: Giftnotrufzentrale.
Kontraindikationen
Lantus darf nicht angewendet werden bei:
- Ueberempfindlichkeit gegen Insulinglargin oder einen der sonstigen Bestandteile
- Hypoglykamie (akuter Unterzucker)
Mit besonderer Vorsicht einzusetzen bei:
- Eingeschraenkter Nieren- oder Leberfunktion (Hypoglykamierisiko erhoehen, Dosisanpassung notwendig)
- Interkurrenten Erkrankungen (Fieber, Infekte koennen den Insulinbedarf veraendern)
- Intensiver koerperlicher Aktivitaet
- Unregelmassiger Nahrungsaufnahme oder veraenderter Ernaehrungsweise
Wechselwirkungen
Zahlreiche Arzneimittel koennen den Insulinbedarf beeinflussen:
- Blutzuckersenkende Wirkung verstaerkt durch: orale Antidiabetika, ACE-Hemmer, Disopyramid, Fluoxetin, Fibrate, MAO-Hemmer, Pentoxifyllin, Propoxyphen, Salicylate, Sulfonamid-Antibiotika
- Blutzuckersenkende Wirkung abgeschwaecht durch: Kortikosteroide, Danazol, Diazoxid, Diuretika, Glukagon, Isoniazid, Oestrogene und Gestagene, Phenothiazine, Somatotropin, Sympathomimetika, Schilddruesenhormone
- Beta-Blocker koennen Symptome einer Hypoglykamie maskieren (Herzrasen bleibt aus) und die Erholung von einer Hypoglykamie verlaengern
- Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung verstaerken oder abschwaechen
Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker stets ueber alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Lantus ist nicht das bevorzugte Insulinanalogon waehrend der Schwangerschaft, da die Datenlage fuer schwangere Frauen begrenzt ist.
Fuer die Insulintherapie in der Schwangerschaft werden in Deutschland haeufig Humaninsulin-Praeparate oder andere Insulinanaloga mit besserer Datenlage bevorzugt.
Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Diabetologen und Gynakologen, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.
In der Stillzeit ist Vorsicht geboten; eine aerztliche Beratung ist zwingend erforderlich, da sich der Insulinbedarf nach der Geburt und waehrend des Stillens veraendert.
Aufbewahrung
Ungeoeffentnete Lantus-Fertigpens und -Ampullen sind im Kuehlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius (nicht einfrieren!) aufzubewahren.
Einmal geoffnete oder im Pen eingelegte Ampullen koennen bei Raumtemperatur (bis 25 Grad Celsius) fuer maximal 4 Wochen aufbewahrt werden.
Lantus ist vor direkter Hitze und Licht zu schuetzen. Fertigpens und Ampullen nie einfrieren. Das Arzneimittel ist ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Abgelaufene oder nicht benoetigte Praeparate bitte in der Apotheke zurueckgeben.
Besondere Hinweise fuer GKV-Versicherte
Lantus ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel verordnungsfahig und wird bei medizinischer Notwendigkeit von der GKV erstattet.
Aufgrund von AMNOG-Bewertungen und der Verfuegbarkeit von Biosimilars (Insulinglargin-Biosimilars wie Abasaglar, Toujeo) kann die Krankenkasse bei Neuverordnungen auf kostenguenstigere Alternativen hinweisen.
Ihr Diabetologe oder Hausarzt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, welches Praeparat fuer Sie am besten geeignet ist. Kassenarzliche Vereinigungen halten Informationsmaterial zum Thema Insulinumstellung bereit.
Haeufig gestellte Fragen
Kann ich Lantus und kurzwirksames Insulin in derselben Spritze mischen?
Nein. Lantus darf wegen seines sauren pH-Werts nicht mit anderen Insulinen oder Loesungen in derselben Spritze gemischt werden, da dies die Wirkung beider Insuline veraendern wuerde. Verwenden Sie stets separate Injektionen.
Was tue ich bei einer Hypoglykamie?
Bei leichter Unterzuckerung nehmen Sie sofort 15 bis 20 g schnell wirksame Kohlenhydrate (z.B.
200 ml Fruchtsaft, 4 bis 5 Glukosetabletten) ein und messen nach 15 Minuten erneut den Blutzucker. Bei schwerer Hypoglykamie mit Bewusstlosigkeit sofort Notruf 112 anrufen.
Angehoerige sollten die Gabe von Glukagon kennen.
Wann ist die beste Zeit fuer die Lantus-Injektion?
Lantus kann zu jeder Tageszeit injiziert werden, muss jedoch stets zur gleichen Uhrzeit erfolgen. Abends injiziert zeigen manche Patienten weniger naechtliche Hypoglykamien; sprechen Sie mit Ihrem Arzt ueber den optimalen Zeitpunkt fuer Ihre individuelle Situation.
Wie erkenne ich eine fehlerhafte Lagerung von Lantus?
Lantus muss klar und farblos sein. Eingetruebte, verfaerbte oder kristalline Loesungen muessen entsorgt werden. Auch eingefrorenes Insulin ist unbrauchbar und muss verworfen werden.
Kann ich die Injektionsstelle beliebig waehlen?
Nein. Wechseln Sie die Injektionsstelle systematisch innerhalb der empfohlenen Regionen (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Lipodystrophien zu vermeiden. Injektionen in veraenderte Gewebsstellen koennen die Insulinresorption beeintraechtigen.
Gibt es Biosimilars zu Lantus in Deutschland?
Ja. Insulinglargin-Biosimilars wie Abasaglar und Toujeo (hoeherdosierte Formulierung) sind in Deutschland erhaeltlich. Sie enthalten denselben Wirkstoff, koennen jedoch in Formulierung oder Konzentration abweichen. Eine Umstellung sollte stets unter aerztlicher Aufsicht erfolgen.
Was passiert, wenn ich Lantus vergesse zu injizieren?
Wenn Sie eine Injektion vergessen haben, injizieren Sie Lantus so bald wie moeglich und kehren dann zum gewohnten Schema zurueck. Messen Sie Ihren Blutzucker haeufiger. Doppeln Sie die Dosis nicht. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn dies haeufiger vorkommt.
Quellen
- BfArM, Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte: www.bfarm.de
- G-BA, Gemeinsamer Bundesausschuss: www.g-ba.de
- IQWiG, Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
- Europaeische Arzneimittelagentur (EMA): Produktinformation Lantus
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Leitlinien Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2
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