Proscar
Proscar (Finasterid 5 mg) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) bei Maennern.
Es hemmt die 5-alpha-Reduktase und reduziert das Prostatavolumen, verbessert den Harnfluss und lindert Miktionsbeschwerden.
In Deutschland wird Proscar vom BfArM reguliert und ist bei entsprechender GKV-Indikation erstattungsfaehig.
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Proscar – Finasterid 5 mg zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie
Proscar ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das den Wirkstoff Finasterid in einer Dosierung von 5 mg enthaelt.
Es ist in Deutschland zur Behandlung und Praevention des Fortschreitens der benignen Prostatahyperplasie (BPH) bei Maennern zugelassen und unterliegt der Aufsicht des Bundesinstituts fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Die BPH ist eine der haeufigsten Erkrankungen aelterer Maenner: Etwa 40 % der Maenner ueber 50 Jahren und bis zu 90 % der Maenner ueber 80 Jahren weisen histologische Zeichen einer BPH auf.
Proscar verbessert die urodynamischen Parameter, reduziert das Prostatavolumen und verringert das Risiko einer akuten Harnverhaltung sowie die Notwendigkeit operativer Eingriffe.
Gesetzlich Krankenversicherte koennen Proscar bei entsprechender Indikation als GKV-Leistung erhalten, da die Verordnung in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fuer Urologie (DGU) verankert ist.
Der G-BA hat Proscar als erstattungsfaehig eingestuft, und das IQWiG bestaetigt den Zusatznutzen von Finasterid 5 mg in der BPH-Therapie.
Wirkungsmechanismus von Finasterid 5 mg bei BPH
Finasterid hemmt selektiv und irreversibel das Enzym Steroid-5-alpha-Reduktase Typ II und in geringerem Mass Typ I.
Dieses Enzym ist in der Prostata stark exprimiert und wandelt Testosteron in das potentere Androgen Dihydrotestosteron (DHT) um. DHT ist der primaere Wachstumsstimulus fuer das Prostatagewebe.
Durch die Hemmung der 5-alpha-Reduktase reduziert Proscar den DHT-Spiegel im Prostatagewebe um ueber 85 % und im Blut um ca. 65-70 %.
Dies fuehrt zu einer signifikanten Reduktion des Prostatavolumens (im Durchschnitt um 20-30 % nach 6-12 Monaten), einer Verbesserung des maximalen Harnflusses und einer Linderung der Miktionssymptome.
Im Vergleich zu Alphablocker (z. B. Tamsulosin) wirkt Finasterid langsamer, bietet aber einen langfristigen Effekt auf das Prostatavolumen und reduziert das Risiko von Komplikationen wie akutem Harnverhalt.
Indikationen und Anwendungsgebiete
Proscar ist in Deutschland zugelassen fuer:
- Benigne Prostatahyperplasie (BPH): Behandlung und Praevention des Fortschreitens bei Maennern mit vergrosserter Prostata (Prostatavolumen > 40 ml)
- Symptomlinderung: Verbesserung der Symptome des unteren Harntrakts (LUTS), die mit BPH assoziiert sind: Dranginkontinenz, schwacher Harnstrahl, Nykturie, Harnverhalt
- Reduktion des akuten Harnverhaltrisikos: Klinische Studien zeigen eine ca. 50%ige Reduktion des Risikos einer akuten Harnverhaltung
- Reduktion der Notwendigkeit chirurgischer Eingriffe: Risikoreduktion fuer operative Therapie um ca. 50 %
Gemaess aktueller DGU-Leitlinien ist Proscar besonders fuer Patienten mit grosser Prostata (> 40 ml) geeignet, waehrend bei kleinerer Prostata Alpha-1-Blocker bevorzugt werden.
Bei moderaten bis schweren Symptomen (IPSS-Score > 7) und vergrosserter Prostata kann eine Kombinationstherapie aus Finasterid und Alphablocker (z. B. Tamsulosin) erwogen werden.
Dosierung und Anwendung
Die empfohlene Dosis von Proscar betraegt 5 mg Finasterid einmal taeglich als orale Tablette. Die Einnahme erfolgt unabhaengig von den Mahlzeiten, zu einem festen taeglich Zeitpunkt.
Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Fluessigkeit geschluckt. Es dauert in der Regel 6-12 Monate, bis der volle therapeutische Effekt auf das Prostatavolumen und die Harnflusssymptome erreicht ist.
Eine Beurteilung des Therapieerfolgs sollte nach 6 Monaten erfolgen, wobei der behandelnde Urologe die klinische Verbesserung bewertet. Bei fehlendem Ansprechen nach 12 Monaten sollte die Therapie ueberdacht werden.
Langzeitanwendung (mehrere Jahre) ist in der Regel bei BPH-Patienten notwendig. Regelmassige Kontrolluntersuchungen einschliesslich PSA-Messung, digitaler rektaler Untersuchung und ggf. Sonographie sind obligatorisch.
Nebenwirkungen von Proscar
Die Nebenwirkungen von Proscar (Finasterid 5 mg) sind vergleichbar mit denen von Finasterid 1 mg (Propecia), jedoch treten sexuelle Nebenwirkungen moeglicherweise etwas haeufiger auf.
Haeufige Nebenwirkungen umfassen erektile Dysfunktion, verminderte Libido, Ejakulationsstörungen (vermindertes Ejakulatvolumen) und Gynaekomastie (Brustvergroesserung oder -schmerzen beim Mann).
Diese Nebenwirkungen sind in den meisten Faellen reversibel nach Absetzen des Praeparats, koennen aber bei einem Teil der Patienten fortbestehen.
Hinsichtlich des PSA-Werts reduziert Proscar den PSA-Spiegel um ca. 50 %, was die Interpretation bei der Prostatakrebs-Frueherkennungsuntersuchung beeinflusst.
Seltene schwere Nebenwirkungen umfassen allergische Reaktionen (Urtikaria, Angiooedem, Gesichtsschwellung), Depressionen und Suizidgedanken (BfArM-Risikohinweis).
Ein erhoehtes Risiko fuer hochgradige Prostatakarzinome wurde in der PCPT-Studie beobachtet; die klinische Bedeutung ist noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion.
Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion oder psychischen Notfallsituation sofort Notruf 112 waehlen.
Kontraindikationen
Proscar darf nicht angewendet werden bei:
- Frauen (nicht zugelassen, teratogenes Risiko fuer maennliche Feten)
- Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
- Schwerer Leberinsuffizienz
- Ueberempfindlichkeit gegenueber Finasterid oder einem der Hilfsstoffe
Schwangere Frauen duerfen zerbrochene oder zerteilte Proscar-Tabletten nicht beruehren, da Finasterid durch die Haut aufgenommen werden kann und Feminisierung maennlicher Feten verursacht. Die Filmummantelung intakter Tabletten verhindert die Exposition bei normalem Handling.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen von Finasterid 5 mg sind selten. Der Metabolismus erfolgt ueber CYP3A4 ohne relevante Hemmung dieses Enzyms bei therapeutischen Dosen. Folgende Aspekte sind jedoch zu beachten:
- Alphablocker (Tamsulosin, Doxazosin): Haeufig in Kombination eingesetzt (keine klinisch relevante pharmakokinetische Wechselwirkung bekannt, aber Vorsicht bei Hypotoniepatienten)
- Warfarin: Geringfuegige Erhoehung des INR moeglich; regelmaessige INR-Kontrolle bei Kombination empfohlen
- CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Itraconazol, Erythromycin): Koennen Finasterid-Spiegel erhoehen
Informieren Sie Ihre Aerztin oder Ihren Arzt und das Apothekenpersonal vollstaendig ueber alle eingenommenen Praeparate.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Proscar ist bei Frauen nicht zugelassen und kontraindiziert.
Das teratogene Risiko fuer maennliche Feten ist gut belegt: Finasterid kann bei intrauteriner Exposition Hypospadie und andere Abnormalitaeten der aeusseren Genitalien beim maennlichen Foetus verursachen.
Schwangere Frauen muessen deshalb den Kontakt mit zerteilten Tabletten strikt vermeiden.
Maenner, die Proscar einnehmen, uebertragen Finasterid in geringen Mengen ueber die Samenflussigkeit; eine klinisch relevante Exposition der Partnerin durch Sexualverkehr gilt als unwahrscheinlich, aber ein Kondom kann als Vorsichtsmassnahme verwendet werden.
Aufbewahrungshinweise
Proscar-Tabletten sind bei Raumtemperatur (15-30 Grad Celsius) in der Originalverpackung aufzubewahren, geschuetzt vor Licht und Feuchtigkeit. Ausserhalb der Reichweite und Sichtweite von Kindern lagern.
Nach dem Verfallsdatum darf das Praeparat nicht mehr verwendet werden. Entsorgung gemaess lokalen Anforderungen, nicht ueber Abwasser oder Hausmuell.
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie unterscheidet sich Proscar von Propecia?
Beide Praeparate enthalten den Wirkstoff Finasterid, unterscheiden sich aber in der Dosierung und Indikation: Proscar enthaelt 5 mg Finasterid und ist fuer die BPH-Behandlung zugelassen, waehrend Propecia 1 mg Finasterid enthaelt und zur Behandlung des androgenetischen Haarausfalls bei Maennern indiziert ist.
Die 5 mg-Dosis fuehrt zu einer staerkeren DHT-Suppression im Prostatagewebe.
Wann tritt die Wirkung von Proscar ein?
Erste Verbesserungen der Harnflusssymptome koennen nach 3-6 Monaten auftreten. Das volle therapeutische Potenzial, insbesondere die Reduktion des Prostatavolumens, wird oft erst nach 6-12 Monaten Behandlung erreicht. Regelmaessige Kontrolluntersuchungen beim Urologen sind waehrend dieser Zeit wichtig.
Beeinflusst Proscar den PSA-Wert?
Ja. Proscar senkt den PSA-Wert um ca. 50 % bei kontinuierlicher Anwendung. Ihr Urologe muss diesen Effekt bei der Interpretation von PSA-Messergebnissen beruecksichtigen.
Faustregel: Verdoppeln Sie den gemessenen PSA-Wert, um ihn mit den normalen Referenzwerten zu vergleichen. Ein weiterhin auffaelliger PSA-Wert nach Verdopplung sollte weiter abgeklaert werden.
Kann Proscar erektile Dysfunktion verursachen?
Ja, erektile Dysfunktion ist eine bekannte Nebenwirkung, die in klinischen Studien bei ca. 4-8 % der Patienten aufgetreten ist (gegenueber ca. 2 % in der Placebogruppe).
Diese Nebenwirkung bildet sich bei den meisten Patienten nach Absetzen zurueck. Sollten sexuelle Probleme auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Urologen.
Ist Proscar eine Alternative zur Operation?
Proscar kann das Fortschreiten der BPH verlangsamen und das Risiko einer akuten Harnverhaltung sowie die Notwendigkeit operativer Eingriffe um ca. 50 % reduzieren.
Es ersetzt jedoch keine Operation, wenn bereits schwere Komplikationen bestehen (z. B. rezidivierende Harnverhalte, Blasensteine, Nierenfunktionsbeeintraechtigung). Die Entscheidung trifft der Urologe nach individueller Bewertung.
Kann ich Proscar mit Alphablocker kombinieren?
Ja. Die Kombination von Proscar (Finasterid) mit einem Alpha-1-Blocker (z. B.
Tamsulosin) ist klinisch gut belegt und in Leitlinien empfohlen fuer Patienten mit grosser Prostata und moderaten bis schweren Symptomen.
Diese Kombinationstherapie bietet schnellere symptomatische Erleichterung (durch den Alphablocker) und langfristige Volumenreduktion (durch Finasterid).
Erhoeht Proscar das Prostatakrebsrisiko?
Die PCPT-Studie zeigte unter Finasterid eine geringfuegige Reduktion der Gesamtinzidenz von Prostatakarzinomen, aber einen leichten Anstieg hochgradiger Tumoren (Gleason-Score > 6).
Die klinische Relevanz dieses Befunds ist weiterhin diskutiert. Proscar ist nicht zur Krebspraevention zugelassen. Regelmaessige PSA-Kontrollen und urologische Untersuchungen bleiben unabdingbar.
Darf meine Partnerin in der Schwangerschaft mit meinen Proscar-Tabletten in Kontakt kommen?
Intakte, filmummantelte Tabletten koennen von schwangeren Frauen sicher beruehrt werden.
Zerbrochene oder zerteilte Tabletten jedoch nicht, da Finasterid ueber die Haut aufgenommen werden kann und dem maennlichen Foetus schaden kann.
Wenn Tabletten geteilt werden muessen, sollte dies von einer Person durchgefuehrt werden, die nicht schwanger ist.
Quellen und weiterfuehrende Informationen
- Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Online: www.gelbe-liste.de
- Deutsche Gesellschaft fuer Urologie (DGU) – Leitlinie BPH: www.dgu.de
- EMA – Produktinformation Proscar / Finasterid 5 mg: www.ema.europa.eu
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