Soolantra

Soolantra (Ivermectin 10 mg/g Creme) ist ein topisches Antiparasitikum, das zur Behandlung der papulopustulaeren Rosazea bei Erwachsenen eingesetzt wird.

Es wirkt durch die Hemmung von Demodex-Milben in den Talgdruesen, die als Mitausloesser der Rosazea-Entzuendung gelten.

Soolantra wird einmal taeglich aufgetragen und zeigt in klinischen Studien eine hohe Wirksamkeit gegenueber Placebo und Metronidazol.

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Einleitung: Soolantra und seine Rolle in der Rosazea-Therapie in Deutschland

Soolantra ist ein topisches Arzneimittel, das den Wirkstoff Ivermectin in einer Konzentration von 10 mg/g (1 %) enthaelt.

Es ist das erste topisch angewandte Ivermectin-Praeparat, das speziell fuer die Behandlung der papulopustulaeren Rosazea bei Erwachsenen entwickelt wurde.

In Deutschland hat das Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Soolantra als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zugelassen, und es ist im Rahmen der GKV-Versorgung erstattungsfaehig, sofern die entsprechende Diagnose gestellt wurde.

Rosazea ist eine chronische, entzuendliche Hauterkrankung, die vorwiegend das zentrale Gesicht betrifft und durch Erythem, Teleangiektasien, Papeln und Pusteln gekennzeichnet ist.

Soolantra adressiert einen der postulierten Pathomechanismen der Rosazea: die Besiedlung der Talgdruesen-Follikel durch Demodex-Milben (insbesondere Demodex folliculorum), die durch ihre enzymatische Aktivitaet und die Foerderung von Entzuendungsreaktionen zur Hautsymptomatik beitragen.

Der G-BA hat Soolantra im Rahmen der fruehen Nutzenbewertung nach AMNOG bewertet; der Gemeinsame Bundesausschuss hat einen Zusatznutzen gegenueber Metronidazol festgestellt.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) empfiehlt Soolantra in ihren Leitlinien als eine der bevorzugten Therapieoptionen bei papulopustulaerer Rosazea.

Wirkungsmechanismus: Ivermectin gegen Demodex und Entzuendung

Ivermectin entfaltet bei der topischen Anwendung in Soolantra zwei komplementaere Wirkmechanismen.

Erstens wirkt es als Antiparasitikum gegen Demodex-Milben: Ivermectin bindet an glutamat-gesteuerte Chloridionenkanale, die ausschliesslich in Invertebraten (Milben, Insekten, Wuermer) vorkommen.

Durch die Bindung kommt es zu einer Hyperpolarisation der Nerven- und Muskelzellen der Milben, die zu Lahmung und Tod der Parasiten fuehrt.

Die selektive Toxizitaet fuer Invertebraten erklaert die Sicherheit fuer Saugetiere und Menschen.

Zweitens besitzt Ivermectin antiinflammatorische Eigenschaften, die unabhaengig von seiner antiparasitaeren Wirkung sind.

Es hemmt die Aktivierung von Toll-like-Rezeptoren (insbesondere TLR2 und TLR4), die bei Rosazea-Patienten ueberaktiv sind und zur Entzuendungsreaktion beitragen.

Ausserdem reduziert Ivermectin die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine aus Keratinozyten und Entzuendungszellen.

Die Kombination aus abtoetendem Effekt auf Demodex-Milben und direkter antiinflammatorischer Wirkung macht Ivermectin zu einem einzigartigen Therapeutikum bei Rosazea, das an mehreren Pathomechanismen gleichzeitig ansetzt.

In klinischen Phase-III-Studien war Ivermectin 1 % Creme signifikant wirksamer als Placebo und ueberlegen gegenueber Metronidazol 0,75 % Creme in der Reduktion entzuendlicher Laesionen.

Indikationen: Wann ist Soolantra indiziert?

Soolantra ist in Deutschland zur Behandlung der papulopustulaeren Rosazea (Subtyp 2, mit entzuendlichen Laesionen) bei Erwachsenen zugelassen. Die Therapieentscheidung sollte durch einen Dermatologen oder eine Dermatologin getroffen werden, der die Rosazea-Diagnose gesichert und den Subtyp bestimmt hat.

Soolantra ist nicht fuer andere Rosazea-Subtypen (erythematotelangiektatatische Rosazea, Phymatous Rosazea, okulaere Rosazea) als Erstlinientherapie geeignet, obwohl die antiinflammatorische Wirkung auch hier einen partiellen Nutzen haben kann.

Bei Patienten, die auf Metronidazol oder Azelainsaeure nicht ausreichend angesprochen haben, bietet Soolantra eine wirksame Alternative.

Soolantra ist nicht fuer die Behandlung von Akne vulgaris zugelassen, auch wenn die klinischen Manifestationen gelegentlich aehnlich aussehen koennen. Eine korrekte dermatologische Diagnose ist entscheidend, um Rosazea von Akne abzugrenzen.

Dosierung und Anwendung: So wenden Sie Soolantra richtig an

Soolantra wird einmal taeglich (vorzugsweise abends) auf das gesamte Gesicht, Stirn, Kinn, Nase und Wangen, aufgetragen.

Meiden Sie die Augenregion, Augenlider, Lippen und den unmittelbaren Bereich um Mund und Nase.

Tragen Sie eine erbsengrossse Menge Creme auf jede der fuenf Gesichtsregionen (Stirn, Kinn, Nase, linke und rechte Wange) auf und reiben Sie die Creme sanft ein, bis sie vollstaendig aufgenommen ist.

Vor der Anwendung sollte das Gesicht gereinigt und gut abgetrocknet sein. Tragen Sie die Creme auf die gereinigte, trockene Haut auf. Haende nach der Anwendung waschen. Kontakt mit Schleimhaeuten oder Augen vermeiden; bei versehentlichem Kontakt sofort mit Wasser spuelen.

Soolantra sollte kontinuierlich angewendet werden; erste Verbesserungen zeigen sich haeufig nach 4 Wochen, der maximale Therapieerfolg wird nach 12 bis 16 Wochen erwartet.

Unterbrechen Sie die Behandlung nicht eigenmachtig. Sprechen Sie nach 16 Wochen mit Ihrem Dermatologen, ob eine Fortsetzung oder ein Therapiewechsel sinnvoll ist.

Soolantra kann langfristig angewendet werden; klinische Daten belegen die Wirksamkeit und Sicherheit ueber bis zu 52 Wochen.

Nebenwirkungen von Soolantra

Soolantra ist in klinischen Studien gut vertraeglich gewesen. Die Nebenwirkungsrate ist insgesamt niedrig und meist lokal begrenzt.

Haeufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100 Behandelten):

  • Brennen auf der Haut an der Applikationsstelle
  • Hautreizung (Irritation) oder Trockenheit
  • Juckreiz

Gelegentliche Nebenwirkungen (0,1 bis 1 von 100 Behandelten):

  • Kontaktdermatitis
  • Erythem
  • Schuppung

Systemische Nebenwirkungen sind aufgrund der sehr geringen perkutanen Resorption von topischem Ivermectin in therapeutischer Konzentration extrem selten und wurden in den klinischen Studien nicht in relevantem Ausmass beobachtet.

Bei oraler Einnahme (z. B. versehentlichem Verschlucken groesserer Mengen) koennen gastrointestinale Beschwerden auftreten. Im Notfall den Notruf 112 anrufen.

Teilen Sie Ihrem Arzt und dem BfArM Nebenwirkungen mit, die Sie bei sich beobachten. Schwere allergische Reaktionen auf Ivermectin sind moeglich, aber sehr selten (Angiooedem, Anaphylaxie). Bei entsprechenden Zeichen sofort den Notruf 112 rufen.

Kontraindikationen: Wer darf Soolantra nicht verwenden?

Soolantra ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Ivermectin oder einen der sonstigen Bestandteile der Creme (Cetylalkohol, Stearylalkohol, Propylenglykol u. a.).

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen Soolantra nicht verwenden, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen. Bei Schwangeren und Stillenden sollte das Praeparat nur nach aerztlicher Nutzen-Risiko-Abwaegung eingesetzt werden.

Wechselwirkungen: Soolantra und andere Arzneimittel

Klinisch relevante Wechselwirkungen von topischem Ivermectin (Soolantra) mit anderen Arzneimitteln sind aufgrund der sehr geringen systemischen Resorption nicht bekannt. Theoretisch koennte gleichzeitig eingenommenes orales Ivermectin (bei Parasitosen) den Gesamtivermectin-Spiegel erhoehen; informieren Sie Ihren Arzt ueber alle Medikamente.

Kombinationstherapien mit anderen topischen Rosazea-Praeparaten (z. B. Metronidazol, Azelainsaeure, Brimonidingel) koennen aerztlich verordnet werden und sind im Allgemeinen gut vertraeglich. Vermeiden Sie jedoch uebermaeSSige Anwendung mehrerer topischer Praeparate gleichzeitig, da dies die Hautbarriere schaedigen kann.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von topischem Ivermectin in der Schwangerschaft liegen begrenzte Daten vor.

Tierstudien zeigen bei hohen Dosen embryotoxische Effekte; die klinische Relevanz fuer die topische Anwendung in therapeutischer Dosis ist aufgrund der geringen Resorption als gering einzuschaetzen.

Dennoch sollte Soolantra in der Schwangerschaft nur nach sorgfaeltiger aerztlicher Nutzen-Risiko-Abwaegung eingesetzt werden.

Es ist nicht bekannt, ob Ivermectin nach topischer Anwendung in relevanten Mengen in die Muttermilch uebergeht.

In der Stillzeit sollte die Anwendung auf Brust- und Mamillenbereich vermieden werden, um einen Kontakt des Saeuglings zu verhindern. Besprechen Sie die Therapie mit Ihrem Arzt.

Aufbewahrung von Soolantra

Bewahren Sie Soolantra bei Temperaturen unter 25 Grad Celsius und vor Licht geschuetzt auf. Lagern Sie das Praeparat nicht im Gefrierschrank.

Halten Sie es ausserhalb der Reichweite von Kindern. Verwenden Sie die Creme nicht nach dem Verfallsdatum. Geben Sie nicht mehr benoetitgte Praeparate in der Apotheke ab.

Haeufig gestellte Fragen zu Soolantra

Wie lange dauert die Behandlung mit Soolantra?
Klinische Studien belegen eine Wirksamkeit und Sicherheit ueber bis zu 52 Wochen. Die Behandlungsdauer wird individuell durch den Dermatologen festgelegt. Eine Dauerbehandlung zur Remissionserhaltung ist moeglich.

Kann ich Soolantra gleichzeitig mit Metronidazol verwenden?
Klinische Studien haben Soolantra als ueberlegen gegenueber Metronidazol 0,75 % gezeigt. Die gleichzeitige Anwendung sollte nur auf aerztliche Empfehlung erfolgen. Im Allgemeinen wird eine Monotherapie mit Soolantra als ausreichend angesehen.

Ist Soolantra verschreibungspflichtig?
Ja, Soolantra ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Ihr Hausarzt oder Hautarzt kann es Ihnen verordnen. GKV-Versicherte koennen die Kosten in der Regel ueber ihre Krankenkasse abrechnen.

Kann man bei Soolantra eine Resistenz entwickeln?
Bisher sind keine klinisch relevanten Resistenzen von Demodex-Milben gegen Ivermectin bekannt. Die kontinuierliche Forschung beobachtet diese Frage jedoch weiterhin.

Was tun, wenn die Haut zu Beginn brennt?
Leichtes Brennen oder Stechen in den ersten Behandlungswochen ist eine bekannte Nebenwirkung. Wenn es stark ausgepraegt ist oder nicht nachlasst, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Hilft Soolantra auch gegen das Erythem bei Rosazea? . Soolantra ist primaer fuer die papulopustulaeren Laesionen der Rosazea zugelassen.

Eine Reduktion des Erythems kann als Begleiteffekt auftreten, ist aber nicht der primaere Wirkungsmechanismus. Bei persistentem Erythem kann Brimonidingel (Mirvaso) als ergaenzende Therapie in Frage kommen.

Rosazea und Lebensstil: Ergaenzende Massnahmen neben Soolantra

Die Therapie mit Soolantra sollte durch geeignete Lebensstilanpassungen ergaenzt werden, um den Therapieerfolg zu maximieren und Exazerbationen zu vermeiden. Rosazea-Triggerfaktoren sind individuell, koennen jedoch durch ein konsequentes Triggermanagement identifiziert und gemieden werden.

Haeufige Trigger sind: starke Temperaturwechsel (heis und kalt), Sonne (UV-Strahlung), Wind, scharfe Gewuerze, heisse Getraenke, Alkohol, koerperliche Anstrengung, Stress und bestimmte Hautpflegeprodukte mit reizenden Inhaltsstoffen. Ein Rosazea-Tagebuch kann helfen, individuelle Trigger zu identifizieren.

Sonnenschutz ist essenziell: Verwenden Sie taeglich eine Sonnencreme mit LSF 50+ fuer das Gesicht, die fuer empfindliche Haut und Rosazea-Haut geeignet ist.

Bevorzugen Sie physikalische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) gegenueber chemischen Filtern, da letztere bei Rosazea-Haut haeufiger Reizreaktionen ausloesen. Tragen Sie bei Aufenthalt im Freien an sonnigen Tagen einen breitkrempigen Hut.

Bei der Hautpflege sollten sanfte, duftfreie, nicht-komedogene Produkte verwendet werden. Aggressive Peeling- oder Schleifbehandlungen sind zu meiden. Eine reparative Feuchtigkeitspflege staerkt die Hautbarriere und kann die Vertraeglichkeit topischer Rosazea-Therapien verbessern. Sprechen Sie mit Ihrem Dermatologen ueber geeignete Pflegeprodukte.

Psychologische Faktoren spielen bei Rosazea eine wichtige Rolle. Die sichtbare Hautsymptomatik kann das Selbstbewusstsein beeintraechtigen. Patientenselbsthilfegruppen und Online-Communities koennen Unterstuetzung bieten. Bei starker psychischer Belastung kann eine psychologische Begleitung sinnvoll sein.

Quellen und weiterfuehrende Informationen

  • Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): www.ddg.net

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