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Infektionen

Medikamente gegen Infektionen aller Art. Antibiotika, Antimykotika und antivirale Präparate.

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Infektionen verstehen — Der Ratgeber Ihrer Hausärztin

<p>Viele meiner Patienten kommen besorgt zu mir in die Praxis, wenn sie plötzliche Symptome wie Fieber, Schmerzen oder unerklärliche Hautausschläge bemerken. Als Hausärztin verstehe ich, wie beunruhigend es sein kann, wenn der eigene Körper durch einen Infekt aus dem Gleichgewicht gerät. Ob es sich um ein unangenehmes Kratzen im Hals, ein Brennen beim Wasserlassen oder eine hartnäckige Hautveränderung handelt – Infektionen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch.</p><p>Eine Infektion entsteht, wenn mikroskopisch kleine Eindringlinge wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten in unseren Körper gelangen und sich dort vermehren. Unser Immunsystem leistet hervorragende Arbeit bei der Bekämpfung vieler dieser Erreger, doch manchmal benötigt es medizinische Unterstützung. Die gute Nachricht ist, dass wir heutzutage über äußerst präzise und wirksame Medikamente verfügen.</p><p>Ich möchte Ihnen die Sorge nehmen: Mit der richtigen Diagnose und einer zielgerichteten Therapie lassen sich die allermeisten Infektionen schnell und sicher behandeln. In diesem Ratgeber teile ich meine klinischen Erfahrungen mit Ihnen und erkläre, welche Behandlungswege für Sie die besten sind.</p>

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Behandlungsleitfaden für Infektionen

Verfügbare Behandlungsoptionen

Die Wahl der Behandlung hängt strikt vom Erreger ab. Hier ist ein ehrlicher Überblick über die Medikamente, die wir einsetzen:

Bakterielle Infektionen: Hier sind Antibiotika das Mittel der Wahl. Breitbandantibiotika wie Amoxicillin oder Kombinationen wie Amoxiclav (auch als Augmentan oder Co Amoxiclav bekannt) setze ich häufig bei Atemwegsinfekten ein.

Bei Penicillinallergien oder spezifischen Erregern greife ich zu Makroliden wie Azithromycin oder Clarithromycin . Für Hautinfektionen ist Flucloxacillin oft hervorragend geeignet. Andere bewährte Antibiotika in meinem Arsenal sind Cefixim , Ciprofloxacin , Clindamycin , Cotrimoxazol , Doxycyclin , Minocyclin und Tetracyclin .

Bei bakteriellen Augeninfektionen verschreibe ich oft Azyter , während bei Hautinfektionen topische Mittel wie Bactroban , Fucidine , Inderm oder Aknemycin (speziell bei Akne) zum Einsatz kommen.

Harnwegsinfekte: Hier empfehle ich oft eine Kurzzeittherapie, um das Darm-Mikrobiom zu schonen. Fosfomycin (als Einmaldosis) oder Nitrofurantoin sind hier meine ersten Empfehlungen.

Virale Infektionen: Gegen Viren helfen Antibiotika nicht. Hier nutzen wir Virostatika . Bei Herpesviren (Lippenherpes, Gürtelrose) verschreibe ich Aciclovir , Aciclovir Creme , Valaciclovir oder Valtrex . Bei echter Grippe (Influenza) kann Tamiflu den Verlauf verkürzen, wenn es frühzeitig eingenommen wird.

Bei Feigwarzen (ausgelöst durch HPV) kommen Aldara oder Condyline zum Einsatz.

Pilzinfektionen: Antimykotika wie Clotrimazol, Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol, Nystatin und Terbinafin sind hochwirksam. Bei vaginalen Infektionen, die oft mit Pilzen verwechselt werden, aber bakteriell sein können (Bakterielle Vaginose), helfen Clindasol oder Femigyne Ratiopharm N.

Parasiten und Reisekrankheiten: Gegen Würmer ist Vermox das Standardmittel. Zur Malaria-Prophylaxe oder -Behandlung verschreibe ich Atovaquon Proguanil (bekannt als Malarone ) oder Doxycyclin Malaria . Bei bestimmten parasitären oder autoimmunen Erkrankungen werden auch Hydroxychloroquin (oder Plaquenil ) eingesetzt.

Für Infektionen im Magen-Darm-Trakt oder durch Anaerobier ist Metronidazol (auch Flagyl ) sehr effektiv. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, die nach Infektionen aufflammen können, nutzen wir entzündungshemmende Präparate wie Pentasa oder Salofalk .

Was Sie von der Behandlung erwarten können

Eine wichtige klinische Erkenntnis aus meiner Praxis betrifft Pilzinfektionen: Viele Patienten setzen die Creme ab, sobald der Juckreiz verschwindet. Das ist ein Fehler. Um Rückfälle zu vermeiden, müssen Sie Antimykotika oft noch ein bis zwei Wochen nach Abklingen der Symptome weiterverwenden.

Bei Antibiotika spüren die meisten Patienten innerhalb von 48 Stunden eine deutliche Besserung. Dennoch ist es entscheidend, die Therapie genau nach ärztlicher Anweisung fortzuführen.

Selbstfürsorge und Prävention

Medikamente sind nur die halbe Miete. Ausreichend Schlaf und Flüssigkeit sind essenziell. Ein weiterer Tipp für Reisende: Wenn Sie Malariamedikamente wie Atovaquon/Proguanil einnehmen, tun Sie dies immer mit einer fetthaltigen Mahlzeit (z.B.

einem Glas Vollmilch oder Joghurt). Das erhöht die Aufnahme des Wirkstoffs im Körper drastisch und reduziert Übelkeit – der häufigste Grund, warum Patienten ihre Prophylaxe im Urlaub abbrechen.

Häufig gestellte Fragen

Medizinisch geprüftDr. Claire Phipps(GMC: 7014359)

Medizinische Behandlungsoptionen: Was wirklich hilft

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