Amlodipin

Amlodipin ist ein Calciumkanalblocker zur Behandlung von Bluthochdruck und stabiler Angina pectoris.

Es wird einmal taglich eingenommen, ist als Generikum erhaltlich und wird von der GKV erstattet. Haufigste Nebenwirkung sind Beinodeme; Grapefruitsaft sollte wahrend der Therapie gemieden werden.

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Was ist Amlodipin?

Amlodipin ist ein Calciumkanalblocker (Kalziumantagonist) der Dihydropyridin-Klasse und gehort zu den meistverordneten Blutdruckmitteln weltweit.

Der Wirkstoff blockiert spannungsabhangige L-Typ-Calciumkanale in glatten Muskelzellen der Arterien und fuhrt dadurch zur Erweiterung der Blutgefasse (Vasodilatation).

In Deutschland ist Amlodipin unter verschiedenen Handelsnamen erhaltlich, darunter Norvasc sowie zahlreiche Generika.

Amlodipin unterliegt der Verschreibungspflicht und wird nach arztlicher Verordnung von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet. Das BfArM hat Amlodipin fur mehrere Indikationen zugelassen.

Aufgrund der langen Halbwertszeit von 35 bis 50 Stunden genugt eine einmal tagliche Einnahme, was die Therapietreue (Adherenz) begunstigt.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Amlodipin ist in Deutschland zugelassen zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und stabiler Angina pectoris (Brustschmerzen durch koronare Herzerkrankung).

Daruber hinaus ist Amlodipin zur Behandlung der vasospastischen (Prinzmetal-)Angina zugelassen.

Die Therapie erfolgt in der Regel als Langzeitbehandlung, haufig in Kombination mit anderen Antihypertensiva wie ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika.

Laut den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga (DHL) und der Europaischen Gesellschaft fur Kardiologie (ESC) zahlen Calciumkanalblocker wie Amlodipin zu den Erstlinientherapien der arteriellen Hypertonie.

Sie sind besonders geeignet fur altere Patientinnen und Patienten sowie solche mit isolierter systolischer Hypertonie oder begleitender stabiler Angina pectoris.

Wirkmechanismus

Amlodipin hemmt den Einstrom von Calciumionen durch L-Typ-Calciumkanale in die glatten Muskelzellen der Arterienwande. Dadurch relaxiert die Gefassmuskulatur, die Arteriolen erweitern sich und der periphere Gefasswiderstand sinkt.

Der Blutdruck wird auf diese Weise gesenkt, ohne die Herzfrequenz wesentlich zu erhohen, ein Vorteil gegenuber anderen Antihypertensiva.

Bei der Angina pectoris entlastet Amlodipin den Herzmuskel durch Senkung des peripheren Widerstands (Nachlastsenkung) und erweitert gleichzeitig die Koronararterien, was die Sauerstoffversorgung des Herzens verbessert. Die langsame Anflutung und lange Halbwertszeit von Amlodipin bedingen ein gleichmassiges Wirkprofil ohne ausgepragte Reflextachykardie.

Dosierung und Anwendung

Die ubliche Anfangsdosis bei Hypertonie und Angina pectoris betragt 5 mg Amlodipin einmal taglich.

Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis nach mindestens zweiwochiger Therapie auf 10 mg einmal taglich erhoht werden. Die Einnahme erfolgt unabhangig von den Mahlzeiten, immer zur gleichen Tageszeit.

Bei alteren Patientinnen und Patienten sowie bei Leberinsuffizienz sollte die Therapie mit der niedrigsten verfugbaren Dosis (2,5 mg) begonnen werden.

Bei eingeschrankter Nierenfunktion ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich. Der therapeutische Effekt tritt meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen ein und ist stabil.

Gegenanzeigen

Amlodipin ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Amlodipin oder anderen Dihydropyridinen sowie bei schwerer arterieller Hypotonie (Blutdruck unter 90 mmHg systolisch). Schwere Aortenstenose und kardiogener Schock sind weitere Kontraindikationen. Bei instabiler Angina pectoris unmittelbar nach einem Herzinfarkt ist Vorsicht geboten.

Bei Herzinsuffizienz (NYHA III und IV) sollte Amlodipin mit Vorsicht eingesetzt werden, obwohl es bei milden bis moderaten Formen klinisch akzeptiert ist. Schwangerschaft erfordert eine sorgfaltige Nutzen-Risiko-Abwagung; das Mittel wird in der Regel nicht als Mittel der ersten Wahl empfohlen.

Wechselwirkungen

Amlodipin wird hauptsachlich uber das Enzym CYP3A4 in der Leber abgebaut. CYP3A4-Hemmer wie Clarithromycin, Itraconazol oder Grapefruitsaft konnen den Amlodipin-Spiegel erhohen und die blutdrucksenkende Wirkung verstarken. CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin oder Johanniskraut konnen die Wirksamkeit von Amlodipin reduzieren.

Die gleichzeitige Einnahme anderer Antihypertensiva, Nitrate oder Diuretika kann die blutdrucksenkende Wirkung additiv verstarken.

Simvastatin sollte in Kombination mit Amlodipin auf maximal 20 mg taglich begrenzt werden, da Amlodipin den Simvastatin-Spiegel erhoht und das Myopathierisiko steigt. NSAIDs (z. B.

Ibuprofen, Diclofenac) konnen die antihypertensive Wirkung abschwachen.

Nebenwirkungen

Die haufigste Nebenwirkung von Amlodipin sind Odeme (Wasseransammlungen), insbesondere an den Unterschenkeln und Knocheln.

Diese treten bei bis zu einem Drittel der Patientinnen und Patienten auf, sind dosisabhangig und konnen durch Hochlegen der Beine oder Wechsel zu einer anderen Substanzklasse gemildert werden.

Weitere haufige Nebenwirkungen sind Hautrote (Flush), Kopfschmerzen und Schwindel.

Seltener treten Palpitationen, Mudigkeit und Magen-Darm-Beschwerden auf. Sehr selten sind schwere allergische Reaktionen, Leberenzymerhohungen und bei Mannern eine Gynakoma stie (Brustvergroserung). Periphere Odeme durfen nicht mit Herzinsuffizienz-bedingten Odemen verwechselt werden; im Zweifelsfall arztliche Beurteilung einholen.

Sicherheitshinweise und Warnungen

Amlodipin sollte nicht abrupt abgesetzt werden, da dies bei Angina-pectoris-Patientinnen und -Patienten zu einer Verschlimmerung der Symptome fuhren kann. Die Therapie muss stets unter arztlicher Kontrolle beendet werden, wenn dies erforderlich ist. Regelmassige Blutdruckmessungen und Arztbesuche sind zur Therapiekontrolle notwendig.

Grapefruitsaft und Grapefruit sollten wahrend der Therapie mit Amlodipin gemieden werden, da sie den Wirkstoffabbau hemmen und zu unerwunschten Blutdruckabfallen fuhren konnen. Das Fahren von Kraftfahrzeugen kann durch Schwindel oder Mudigkeit beeintrachtigt sein, besonders zu Therapiebeginn.

Amlodipin in der Schwangerschaft und Stillzeit

Amlodipin ist in der Schwangerschaft nicht das Mittel der Wahl fur die Behandlung von Bluthochdruck. Tierexperimentell wurden Reproduktionstoxizitaten beobachtet.

Bei Schwangerschaft oder Kinderwunsch sollte die Patientin umgehend ihren Arzt informieren, damit die Therapie gegebenenfalls auf sicherere Alternativen umgestellt werden kann (z. B. Methyldopa, Labetalol).

Da Amlodipin in die Muttermilch ubergehen kann und Auswirkungen auf das Neugeborene nicht ausgeschlossen sind, sollte in der Stillzeit ebenfalls eine alternative Therapie erwogen werden. Die endgultige Entscheidung trifft der behandelnde Arzt in Absprache mit der Patientin.

Kosten und Erstattung durch die GKV

Amlodipin ist seit vielen Jahren als Generikum erhaltlich und gehort zu den kostengunstigsten Blutdruckmitteln.

Gesetzlich Versicherte erhalten Amlodipin-Generika auf Kassenrezept mit der ublichen Zuzahlung von 5 bis 10 Euro. Amlodipin steht auf den bevorzugten Wirkstofflisten vieler Krankenkassen und wird routinemassig erstattet.

Der G-BA und die DHL empfehlen Calciumkanalblocker als Erstlinientherapie der Hypertonie, weshalb die Verordnung von Amlodipin auf GKV-Rezept in der Regel problemlos moglich ist. Preisvergleiche zwischen verschiedenen Generika-Anbietern lohnen sich; der Hausarzt oder Apotheker kann beraten.

Lagerung und Haltbarkeit

Amlodipin-Tabletten sind bei Raumtemperatur (unter 30 Grad Celsius) und geschutzt vor Feuchtigkeit und Licht aufzubewahren. Die Packung ist ausserhalb der Reichweite von Kindern zu halten.

Nach Ablauf des aufgedruckten Verfallsdatums darf das Medikament nicht mehr verwendet werden. Altmedikamente konnen in der Apotheke oder bei kommunalen Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.

Quellen und weiterfuhrende Informationen

Fachinformationen zu Amlodipin sind auf den Webseiten des BfArM (bfarm.de), des G-BA (g-ba.de), des IQWiG (iqwig.de) und der Gelben Liste (gelbe-liste.de) abrufbar.

Die Deutsche Hochdruckliga (hochdruckliga.de) bietet patientengerechte Informationen zum Umgang mit Bluthochdruck. Bei Fragen zu Ihrer Therapie wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Apotheker.

Klinische Studien und Evidenz

Amlodipin ist eines der am besten untersuchten Antihypertensiva.

Die ALLHAT-Studie (Antihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial), eine der größten je durchgeführten Hypertoniestudien mit über 33.000 Teilnehmern, zeigte, dass Amlodipin (und andere Calciumkanalblocker) in der Primärprävention von Herzinfarkten und Schlaganfällen mit ACE-Hemmern und Diuretika vergleichbar gut abschnitt.

Die ASCOT-Studie verglich eine Amlodipin-basierte Therapie mit einem Atenolol-basierten Regime und zeigte signifikante Vorteile für Amlodipin hinsichtlich kardiovaskulärer Ereignisse und Gesamtmortalität.

Bei stabiler koronarer Herzkrankheit und chronischer Angina pectoris belegt die Evidenz eine klinisch relevante Reduktion der Angina-Anfälle und eine verbesserte Belastungstoleranz. Das BfArM hat Amlodipin auf Grundlage dieser Evidenz für diese Indikationen zugelassen.

Pharmakokinetik im Detail

Amlodipin weist eine für Calciumkanalblocker ungewöhnlich lange Halbwertszeit von 35 bis 50 Stunden auf.

Diese Eigenschaft ermöglicht die einmal tägliche Dosierung und führt zu einem stabilen Plasmaspiegel ohne ausgeprägte Spitzen und Täler.

Die Bioverfügbarkeit liegt bei 64 bis 90 % und wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.

Amlodipin wird extensiv hepatisch über CYP3A4 metabolisiert.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann die Halbwertszeit auf bis zu 60 Stunden verlängert sein, was eine niedrigere Ausgangsdosis (2,5 mg) und langsamere Dosistitration erfordert.

Ältere Patienten (über 65 Jahre) haben ebenfalls eine um etwa 40 % reduzierte Clearance. Bei Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung notwendig, da die renale Elimination eine untergeordnete Rolle spielt.

Praktische Hinweise für Patienten

  • Tägliche Einnahme: Nehmen Sie Amlodipin jeden Tag zur gleichen Zeit ein, unabhängig von Mahlzeiten. Die konsistente tägliche Einnahme ist wichtiger als der genaue Zeitpunkt.
  • Keine abrupte Absetzung: Setzen Sie Amlodipin nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Bei koronarer Herzkrankheit kann ein abruptes Absetzen Angina-Anfälle auslösen.
  • Blutdrucktagebuch: Führen Sie ein Blutdrucktagebuch mit Morgen- und Abendmessungen und bringen Sie es zu jedem Arzttermin mit. Die GKV unterstützt strukturierte Hypertonieprogramme (Disease Management Programme, DMP).
  • Grapefruitvermeidung: Grapefruit und Grapefruitsaft hemmen CYP3A4 und können die Amlodipinkonzentration im Blut erhöhen. Vermeiden Sie größere Mengen Grapefruit während der Therapie.
  • Knöchelödeme: Schwellungen an den Knöcheln (periphere Ödeme) sind eine häufige, dosisabhängige Nebenwirkung. Diese sind in der Regel harmlos und kein Zeichen einer Herzinsuffizienz. Hochlegen der Beine kann helfen. Sprechen Sie Ihren Arzt an, wenn die Schwellung stark ausgeprägt ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum bekomme ich Knöchelödeme von Amlodipin?
Amlodipin erweitert die arteriellen Gefäße stärker als die venösen. Dadurch entsteht ein Druckgradient, der Flüssigkeit aus dem Kapillarbett in das Gewebe drückt. Die Ödeme sind keine Herzinsuffizienz, sondern ein direkter vaskulärer Effekt des Medikaments. Eine kombinierte Therapie mit einem ACE-Hemmer oder ARB kann das Ödemrisiko reduzieren.
Kann ich bei Amlodipin Sport treiben?
Ja, regelmäßige körperliche Aktivität ist ausdrücklich erwünscht und unterstützt die blutdrucksenkende Wirkung. Ausdauersport (Gehen, Radfahren, Schwimmen) über 30 Minuten an mindestens 5 Tagen pro Woche senkt den Blutdruck um 5 bis 8 mmHg. Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Sportaktivitäten.
Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich ein, es sei denn, die nächste reguläre Dosis ist weniger als 12 Stunden entfernt. Nehmen Sie nie eine doppelte Dosis, um die vergessene nachzuholen. Aufgrund der langen Halbwertszeit ist eine einzelne vergessene Dosis weniger kritisch als bei kurz wirksamen Antihypertensiva.
Muss ich Amlodipin lebenslang nehmen?
Arterielle Hypertonie ist in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung, die eine langfristige Therapie erfordert. Ein Absetzen führt in der Regel zum Wiederanstieg des Blutdrucks. Unter optimierten Lebensstilmaßnahmen (Gewichtsreduktion, salzarme Ernährung, Sport) kann eine schrittweise Dosisreduktion in Absprache mit dem Arzt möglich sein.

Quellen und weiterführende Informationen

  • BfArM: Fachinformation Amlodipin, aktuelle Fassung
  • Deutsche Hochdruckliga (DHL): Leitlinie zur Behandlung der arteriellen Hypertonie
  • ESH/ESC-Leitlinien 2023: Management der arteriellen Hypertonie
  • ALLHAT Collaborative Research Group: JAMA 2002; 288(23): 2981-2997
  • Dahlöf B et al. (ASCOT-BPLA): Lancet 2005; 366(9489): 895-906

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