Cotrimoxazol

Cotrimoxazol ist ein Kombinationsantibiotikum aus Sulfamethoxazol und Trimethoprim (im Verhaltnis 5:1), das durch synergistische Hemmung der bakteriellen Folsauresynthese an zwei aufeinanderfolgenden Enzymschritten wirkt.

In Deutschland wird es als verschreibungspflichtiges Mittel bei Harnwegsinfektionen, Atemwegsinfektionen, der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie und weiteren bakteriellen Infektionen eingesetzt.

Aufgrund zunehmender Resistenzen sollte die Erregerempfindlichkeit vor Therapiebeginn nach Moglichkeit durch ein Antibiogramm bestatigt werden.

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Cotrimoxazol, Umfassende Patienteninformation

Cotrimoxazol ist ein Kombinationsantibiotikum, das zwei Wirkstoffe enthalt: Trimethoprim und Sulfamethoxazol im festen Verhaltnis von 1:5. In Deutschland ist Cotrimoxazol unter verschiedenen Handelsnamen (z.B.

Cotrim, Eusaprim, Bactrim) als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in Tabletten-, Saft- und Infusionslosungsform erhaltlich.

Das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) uberwacht die Zulassung und hat Cotrimoxazol fur verschiedene bakterielle Infektionen sowie fur spezifische nicht-bakterielle Indikationen zugelassen.

Cotrimoxazol ist eines der altesten und am besten erforschten Antibiotika-Kombinationen und bleibt trotz zunehmender Resistenzentwicklung fur bestimmte Indikationen ein Mittel der Wahl.

Geschichte und Entwicklung

Die Grundlage fur Cotrimoxazol legte die Entdeckung der Sulfonamide in den 1930er Jahren durch Gerhard Domagk.

Trimethoprim wurde in den 1960er Jahren als selektiver Hemmstoff der bakteriellen Dihydrofolsaurereduktase entwickelt.

Die Kombination beider Wirkstoffe, Sulfamethoxazol und Trimethoprim, wurde in den 1970er Jahren klinisch eingefuhrt und bot gegenuber den Einzelsubstanzen synergistische antibiotische Wirksamkeit bei gleichzeitig verringertem Resistenzrisiko.

Cotrimoxazol hat sich seither als wichtiges Breitbandantibiotikum etabliert und wird heute insbesondere fur Indikationen eingesetzt, bei denen Resistenzen gegen Penicilline oder andere Antibiotika haufig sind.

Wirkungsmechanismus

Cotrimoxazol wirkt durch eine synergistische Hemmung der bakteriellen Folsauresynthese an zwei aufeinanderfolgenden Enzymstufen. Diese sequenzielle Doppelblockade ist der Schlussel zur erhohen Wirksamkeit der Kombination gegenuber den Einzelsubstanzen.

Sulfamethoxazol ist ein Sulfonamid und hemmt kompetitiv das bakterielle Enzym Dihydropteroatsynthase.

Dieses Enzym katalysiert einen fruhen Schritt in der bakteriellen Folsauresynthese, namlich die Verbindung von Para-Aminobenzoesaure (PABA) mit Dihydropteridinpyrophosphat zu Dihydrofolsaure.

Da Sulfonamide strukturanalog zu PABA sind, konkurrieren sie mit diesem natutlichen Substrat um die Bindung an das Enzym.

Trimethoprim hemmt das nachgeschaltete Enzym Dihydrofolsaurereduktase (DHFR). Dieses Enzym katalysiert die Reduktion von Dihydrofolsaure zu Tetrahydrofolsaure, der biologisch aktiven Form der Folsaure.

Tetrahydrofolsaure ist essenziell fur die Synthese von Thymidin, Purinen und bestimmten Aminosauren, die fur die DNA-Synthese und Zellteilung benotigt werden.

Durch die Blockade beider Enzyme an aufeinanderfolgenden Stufen der Folsaure-Biosynthese wird ein synergistischer, in der Regel bakterizider Effekt erzielt.

Da Saugerzellen Folsaure aus der Nahrung aufnehmen und nicht selbst synthetisieren, sind sie von diesem Mechanismus kaum betroffen, die Selektivitat von Cotrimoxazol fur Bakterien ist daher hoch.

Indikationen und Anwendungsgebiete

Cotrimoxazol ist in Deutschland fur folgende Indikationen zugelassen:

  • Harnwegsinfektionen: Unkomplizierte Harnwegsinfektionen durch empfindliche Erreger, insbesondere E. coli und Klebsiella-Arten. Bei unkomplizierten Zystitis der Frau ist Cotrimoxazol ein Mittel der Wahl, wenn die lokale Resistenzrate unter 20 Prozent liegt.
  • Atemwegsinfektionen: Akute exazerbierte chronische Bronchitis, Pneumonien durch Haemophilus influenzae und andere empfindliche Erreger.
  • Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP): Cotrimoxazol ist das Mittel der Wahl zur Behandlung und Prophylaxe der PCP bei immungeschwachten Patienten (HIV-Infizierte, Transplantierte, Patienten unter immunsuppressiver Therapie).
  • Toxoplasmose: In Kombination mit anderen Mitteln zur Behandlung und Prophylaxe bei immungeschwachten Patienten.
  • Darminfektionen: Shigellose (Ruhr) durch empfindliche Shigellen, Typhus abdominalis (sofern Erreger empfindlich), Yersiniose.
  • Weichteilinfektionen: Infektionen durch empfindliche Erreger einschliesslich MRSA (methicillinresistenter Staphylococcus aureus) in bestimmten Situationen.
  • Andere Infektionen: Nocardiose, Brucellose (in Kombination), Listeriose, Melioidose.

Aufgrund zunehmender Resistenzentwicklung bei Erregern wie E. coli sollte vor der Therapie nach Moglichkeit eine mikrobiologische Untersuchung mit Resistenztestung (Antibiogramm) durchgefuhrt werden.

Dosierung und Anwendung

Cotrimoxazol-Standardtabletten enthalten 480 mg (80 mg Trimethoprim + 400 mg Sulfamethoxazol), Forte-Tabletten enthalten 960 mg (160 mg Trimethoprim + 800 mg Sulfamethoxazol).

Harnwegsinfektionen (unkompliziert)

Erwachsene: 2x 960 mg taglich (morgens und abends) fur 3 Tage bei unkomplizierter Zystitis; bei komplizierter Harnwegsinfektion oder Pyelonephritis 7 bis 14 Tage. Alternativ: einmalig 1920 mg (2 Forte-Tabletten) bei unkomplizierter Zystitis (Einzeittherapie).

Atemwegsinfektionen

Erwachsene: 2x 960 mg taglich fur 5 bis 14 Tage, je nach Schwere der Infektion und klinischem Ansprechen.

PCP-Behandlung

Hochdosiert: 15 bis 20 mg/kg/Tag Trimethoprim-Anteil in 3 bis 4 Einzeldosen uber 21 Tage. Dies entspricht bei einem 70-kg-Patienten etwa 4x 960 mg taglich. Bei schwerer PCP werden zusatzlich Kortikosteroide eingesetzt.

PCP-Prophylaxe

1x 960 mg taglich oder 1x 960 mg dreimal wochentlich (Montag, Mittwoch, Freitag). Diese Prophylaxe ist indiziert bei HIV-Infizierten mit CD4-Zellen unter 200/mikroliter sowie bei immungeschwachten Patienten unter immunsuppressiver Therapie.

Kinder

Kinder erhalten gewichtsadaptierte Dosen: ublicher Weise 6 mg/kg/Tag Trimethoprim-Anteil aufgeteilt auf 2 Einzeldosen. Cotrimoxazol ist bei Neugeborenen und Fruhgeborenen kontraindiziert (bis 6 Wochen). Bei Sauglingen unter 6 Wochen nur nach strikter Nutzen-Risiko-Abwagung.

Niereninsuffizienz

Bei Kreatinin-Clearance 15 bis 30 ml/min: halbe Normaldosis, Behandlungsdauer begrenzen. Bei Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min: Cotrimoxazol kontraindiziert (ausser bei PCP unter engmaschiger Uberwachung). Bei Dialysepatienten: gesonderte Dosierungsempfehlungen beachten, Blutspiegel kontrollieren.

Nebenwirkungen

Cotrimoxazol kann, insbesondere bei hoheren Dosen und Langzeitanwendung, ein breites Spektrum an Nebenwirkungen verursachen, das von milden gastrointestinalen Beschwerden bis hin zu schwerwiegenden hamatologischen und immunologischen Reaktionen reicht.

Sehr haufige und haufige Nebenwirkungen

  • Gastrointestinale Beschwerden: Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen
  • Hautreaktionen: Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria
  • Erhohung der Kreatinin- und Harnstoffwerte im Blut (meist reversibel)
  • Hyperkaliamie (erhoter Kaliumspiegel), besonders bei Nierenfunktionsstorung oder gleichzeitiger Einnahme von ACE-Hemmern

Schwerwiegende Nebenwirkungen

  • Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (TEN): Seltene, aber lebensbedrohliche Hauterkrankungen mit ausgedehnten Blasenbildungen und Hautablosungen. Erstes Auftreten von Hautveranderungen erfordert sofortigen Arztkontakt.
  • Hamatologische Nebenwirkungen: Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose, hamolytische Anamie, aplastische Anamie. Besonders bei Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Mangel erhohtes Risiko.
  • Leberschadigung: Erhohung der Leberwerte, Ikterus (Gelbsucht), Lebernekrose (selten)
  • Nierenschadigung: Kristallurie (Kristalle im Urin), interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen
  • Aseptische Meningitis: Sehr selten, aber beschrieben
  • Pulmonale Infiltrate: Allergische Lungenreaktionen

Nebenwirkungen bei HIV-infizierten Patienten

HIV-Patienten haben eine deutlich hohere Inzidenz von Nebenwirkungen unter Cotrimoxazol, besonders Hautreaktionen (bis zu 50-60 Prozent bei der PCP-Behandlung), Fieber und hamatologische Storungen. Trotzdem bleibt Cotrimoxazol das Mittel der Wahl bei PCP, da Alternativen weniger wirksam oder schlechter vertraglich sind.

Kontraindikationen

Cotrimoxazol ist kontraindiziert bei:

  • Uberempfindlichkeit gegen Sulfonamide, Trimethoprim oder einen der Hilfsstoffe
  • Schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min) ohne Moglichkeit der Spiegelmessung
  • Schwerer Leberfunktionsstorung
  • Schwerer Knochenmarkinsuffizienz
  • Neugeborene und Fruhgeborene bis zu einem korrigierten Alter von 6 Wochen (Kernikterus-Risiko durch Verdrangung von Bilirubin aus Plasmaproteinbindung)
  • Bestehender megaloblastarer Anamie durch Folatmangel
  • Im dritten Schwangerschaftsdrittel und wahrend der Geburt

Wechselwirkungen

Cotrimoxazol hat zahlreiche klinisch bedeutsame Wechselwirkungen, die vor der Verordnung beachtet werden mussen.

  • Warfarin (Marcumar): Cotrimoxazol hemmt den Metabolismus von Warfarin uber CYP2C9 und verstarkt die Antikoagulation erheblich. INR-Kontrollen sind zwingend erforderlich.
  • Methotrexat: Erhohtes Risiko fur hamatologische Toxizitat durch additive Folsaure-Antagonismus. Kombination moglichst vermeiden.
  • ACE-Hemmer und Kaliumsparende Diuretika: Erhohtes Risiko fur lebensbedrohliche Hyperkaliamie.
  • Phenytoin: Cotrimoxazol hemmt den Metabolismus von Phenytoin und kann zur Phenytoin-Toxizitat fuhren.
  • Ciclosporin: Cotrimoxazol kann den Ciclosporin-Spiegel beeinflussen und das Nephrotoxizitatsrisiko erhohen.
  • Diuretika (Thiazide): Erhohtes Risiko fur Thrombozytopenie.
  • Orale Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe): Cotrimoxazol kann die blutzuckersenkende Wirkung verstarken (Hypoglykamiegefahr).
  • Procainamid, Amiodaron: Erhohtes Risiko fur ventrikulare Arrhythmien (QT-Verlangerung).

Schwangerschaft und Stillzeit

Cotrimoxazol sollte in der Schwangerschaft nur bei zwingender Notwendigkeit und nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung angewendet werden.

Im ersten Schwangerschaftsdrittel kann Trimethoprim als Folsaureantagonist theoretisch teratogen wirken und die Entstehung von Neuralrohrdefekten fordern.

Eine Folsauresupplementierung (5 mg/Tag) sollte erwagewert sein, wenn Cotrimoxazol im ersten Trimenon eingesetzt werden muss.

Im dritten Schwangerschaftsdrittel und wahrend der Geburt ist Cotrimoxazol kontraindiziert, da Sulfamethoxazol Bilirubin aus seiner Plasmaproteinbindung verdrangr und beim Neugeborenen einen Kernikterus (Bilirubinenzephalopathie) verursachen kann.

Cotrimoxazol tritt in die Muttermilch uber. Wahrend der Stillzeit kann Cotrimoxazol bei gesunden, reifen Sauglingen uber 4 Wochen bei zwingender arztlicher Indikation angewendet werden.

Bei Fruhgeborenen, Neugeborenen mit Ikterus, hamatologischen Erkrankungen oder G6PD-Mangel ist die Anwendung kontraindiziert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Aufbewahrung

Cotrimoxazol-Tabletten sollten bei Raumtemperatur (15 bis 25 Grad Celsius), vor Licht und Feuchtigkeit geschutzt aufbewahrt werden. Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Abgelaufene Tabletten und Losungen durfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden; bitte geben Sie nicht mehr benotige Arzneimittel in der Apotheke ab.

Den Saft (Suspension) nach dem Offnen im Kuhlschrank aufbewahren und innerhalb der auf der Packung angegebenen Frist verbrauchen.

Haufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum enthalt Cotrimoxazol zwei Wirkstoffe?

Die Kombination von Sulfamethoxazol und Trimethoprim blockiert die bakterielle Folsauresynthese an zwei aufeinanderfolgenden Enzymschritten.

Dieser synergistische Doppelblock fuhrt zu einer bakteriziden Wirkung, die starker ist als die Summe der Einzelwirkungen. Gleichzeitig wird durch die niedrigeren Dosen beider Einzelsubstanzen das Resistenzrisiko reduziert.

Die Kombination deckt ein breiteres Erregerspektrum ab als jeder Wirkstoff allein.

Wie lange muss ich Cotrimoxazol einnehmen?

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Erkrankung: bei unkomplizierter Zystitis 3 Tage, bei Atemwegsinfektionen 5 bis 14 Tage, bei PCP 21 Tage, bei Typhus 14 Tage.

Es ist wichtig, die vom Arzt verordnete Behandlungsdauer vollstandig einzuhalten, auch wenn die Symptome bereits fruher abklingen, um eine vollstandige Erregereradikation zu gewahrleisten und Resistenzentwicklung zu vermeiden.

Kann ich Cotrimoxazol mit anderen Antibiotika kombinieren?

Cotrimoxazol kann in bestimmten Situationen mit anderen Antibiotika kombiniert werden, z.B. bei der Brucellose-Therapie.

Solche Kombinationen sollten jedoch immer vom Arzt festgelegt werden, da ungezielte Antibiotikakombinationen das Resistenzrisiko erhohen und zu unnotig starken Nebenwirkungen fuhren konnen.

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder Spezialisten.

Was tun bei einem Hautausschlag wahrend der Cotrimoxazol-Einnahme?

Hautausschlage unter Cotrimoxazol konnen als erstes Zeichen einer schwerwiegenden allergischen Reaktion (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) auftreten.

Bei jedem Auftreten von Hautveranderungen sollten Sie die Einnahme sofort unterbrechen und unverzuglich Ihren Arzt aufsuchen.

Bei schweren Reaktionen mit Blasenbildung, Schleimhautbeteiligung oder allgemeinem Krankheitsgefuhl sofort den Notruf 112 anrufen.

Muss ich auf Folsaure achten bei der Cotrimoxazol-Einnahme?

Cotrimoxazol hemmt als Folsaureantagonist die Folsaureverwertung. Bei kurzzeitiger Anwendung ist dies bei gesunden Erwachsenen in der Regel kein Problem.

Bei Langzeitanwendung, Mangelernahrung, Schwangerschaft oder bestehenden hamatologischen Erkrankungen kann eine Folsaure-Supplementierung sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt uber die Notwendigkeit einer Folsauregabe wahrend der Therapie.

Ist Cotrimoxazol wirksam gegen MRSA?

Ja, viele MRSA-Stamme (methicillinresistente Staphylokokken) sind empfindlich gegenuber Cotrimoxazol. Cotrimoxazol wird daher als eine der Optionen zur Behandlung von MRSA-Infektionen der Haut und Weichteile eingesetzt.

Bei schweren MRSA-Infektionen (z.B. Bakteriamie, Endokarditis) ist jedoch Vancomycin das Mittel der Wahl. Die Wirksamkeit sollte immer durch ein aktuelles Antibiogramm bestatigt werden.

Kann ich Cotrimoxazol bei einer Penicillin-Allergie nehmen?

Cotrimoxazol gehort nicht zur Penicillin-Gruppe und ist grundsatzlich fur Patienten mit Penicillin-Allergie geeignet. Patienten mit Sulfonamid-Allergie durfen Cotrimoxazol jedoch nicht einnehmen. Berichten Sie Ihrem Arzt uber alle bekannten Medikamentenallergien, damit er die geeignete Antibiotikaauswahl treffen kann.

Hinweise zur Resistenzsituation in Deutschland

Die Resistenzraten von Escherichia coli gegenuber Cotrimoxazol liegen in Deutschland bei Harnwegsinfektionen je nach Region bei 15 bis 30 Prozent.

Das RKI (Robert Koch-Institut) und die AWMF empfehlen, Cotrimoxazol bei unkomplizierter Zystitis nur dann einzusetzen, wenn die lokale Resistenzrate unter 20 Prozent liegt. Bei anderen Erregern (z.B.

Klebsiella, Enterobacter) kann die Resistenzrate noch hoher sein. Ein Antibiogramm vor Therapiebeginn ist daher empfehlenswert, ausser bei unkomplizierter Zystitis der Frau ohne Risikofaktoren.

Quellen und weiterfuhrende Informationen

  • Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
  • Institut fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
  • Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
  • Robert Koch-Institut (RKI): ARS, Antibiotika-Resistenz-Surveillance
  • AWMF S3-Leitlinie Harnwegsinfektionen
  • AWMF S2k-Leitlinie HIV-assoziierte Infektionen
  • Deutsche Gesellschaft fur Infektiologie (DGI): Empfehlungen zur Antibiotikaanwendung

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