Elocon

Elocon enthalt Mometasonfuroat 0,1 Prozent und ist ein topisches Kortikosteroid der Wirkstarkenklasse III zur Behandlung von Neurodermitis, Schuppenflechte und anderen entzundlichen Dermatosen bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren.

Das Praparat wird einmal taglich aufgetragen und zeichnet sich durch ein gunstiges Wirksamkeits-Vertraglichkeits-Profil aus. Elocon ist verschreibungspflichtig und kann vom Dermatologen oder Hausarzt verordnet werden.

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Elocon: Topisches Kortikosteroid der Klasse III zur Behandlung von Hauterkrankungen

Elocon ist ein verschreibungspflichtiges topisches Kortikosteroid, das Mometasonfuroat als Wirkstoff enthalt.

Es ist in verschiedenen galenischen Formen erhaltlich: als Creme (0,1 %), Salbe (0,1 %) und Lotion (0,1 %).

Mometasonfuroat gehort in Deutschland zur Wirkstarkenklasse III (stark wirkend) der topischen Kortikosteroide gemas der europaischen Klassifikation.

Es ist zugelassen fur die Behandlung von entzundlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis (atopische Dermatitis), Schuppenflechte (Psoriasis) und anderen kortisonresponsiven Dermatosen, die auf eine mittelstarke bis stark wirksame topische Therapie angewiesen sind.

Das BfArM hat Elocon auf der Grundlage umfangreicher klinischer Daten zugelassen; es ist eines der am haufigsten verordneten topischen Kortikosteroide in Deutschland und hat sich durch seine einmal tagliche Anwendung und sein gunstiges Nutzen-Risiko-Profil in der dermatologischen Praxis etabliert.

Was sind entzundliche Hauterkrankungen und warum werden Kortikosteroide eingesetzt?

Entzundliche Hauterkrankungen wie die atopische Dermatitis und Psoriasis zahlen zu den haufigsten chronischen Erkrankungen der Haut.

Die atopische Dermatitis betrifft in Deutschland schatzungsweise bis zu 10 Prozent der Erwachsenen und bis zu 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen und ist durch juckende, gerote, schuppende und nasse Hautveranderungen gekennzeichnet.

Psoriasis (Schuppenflechte) manifestiert sich als chronische, schubweise verlaufende Erkrankung mit scharf begrenzten, erythematosen, silbrig-weiss geschuppten Plaques, die bevorzugt Ellbogen, Knie und die Kopfhaut betreffen.

In beiden Fallen ist eine fehlgeleitete Immunreaktion, gesteuert durch proinflammatorische Zytokine, T-Lymphozyten und dendritische Zellen, fur das klinische Bild verantwortlich.

Topische Kortikosteroide sind die Therapie der ersten Wahl fur beide Erkrankungen in akuten Schuben, da sie potent antiinflammatorisch wirken, den Juckreiz lindern und die Symptome rasch kontrollieren.

Wirkungsmechanismus von Mometasonfuroat

Mometasonfuroat entfaltet seine therapeutische Wirkung durch Bindung an intrazellulare Glukokortikoidrezeptoren (GR) in den Keratinozyten und anderen Hautzellen.

Der Wirkstoff-Rezeptor-Komplex transloziert in den Zellkern, wo er an spezifische DNA-Sequenzen (Glucocorticoid Response Elements, GREs) bindet und die Transkription proinflammatorischer Gene hemmt.

Dies fuhrt zu einer reduzierten Synthese proinflammatorischer Mediatoren wie Interleukin-1, Interleukin-6, Tumornekrosefaktor-alpha und verschiedener Chemokine.

Gleichzeitig werden antiinflammatorische Proteine wie Lipocortin-1 (Annexin A1) induziert, das die Phospholipase A2 hemmt und so die Bildung von Arachidonsaure, dem Vorlaufer von Prostaglandinen und Leukotrienen, reduziert.

Mometasonfuroat besitzt im Vergleich zu anderen stark wirksamen topischen Kortikosteroiden eine hohe topische Aktivitat bei relativ geringer systemischer Absorption, was sein gunstiges Nutzen-Risiko-Profil erklart.

Die einmal tagliche Anwendung ist ausreichend und entspricht dem Depot-Charakter des Wirkstoffs in der Haut.

Zugelassene Indikationen und Anwendungsbereiche

Elocon ist in Deutschland fur folgende Erkrankungen zugelassen: atopische Dermatitis (Neurodermitis) mit Befall des Korpers und des Kopfes, Psoriasis (Schuppenflechte) mit Ausnahme der grossflachigen Plaque-Psoriasis, sowie andere entzundliche kortisonresponsive Dermatosen wie seborrhoische Dermatitis (eingeschrankt), Kontaktekzem und nummulaeres Ekzem.

Die Lotion ist besonders fur die Behandlung der behaarten Kopfhaut geeignet.

Elocon kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden; bei Kindern muss die Therapiedauer auf wenige Wochen beschrankt und sorgfaltig uberwacht werden.

Die genaue Indikationsstellung obliegt dem behandelnden Dermatologen oder Hausarzt; fur chronische Erkrankungen wie die atopische Dermatitis wird Elocon uberwiegend in der akuten Schubphase eingesetzt, wahrend in beschwerdefreien Intervallen weniger potente topische Kortikosteroide oder Nicht-Steroid-Alternativen bevorzugt werden sollten.

Anwendungsweise und Dosierung

Elocon wird einmal taglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Die Anwendung sollte auf die erkrankten Hautareale beschrankt bleiben; eine Applikation auf gesunder Haut ist zu vermeiden.

Die aufzutragende Menge sollte minimal wirksam sein, ein dunner Film genugte in den meisten Fallen.

Bei der atopischen Dermatitis sollte Elocon nach Abklingen der akuten Entzundung schrittweise abgesetzt werden ("Tapering"), um einen Rebound-Effekt zu vermeiden.

Die Behandlungsdauer sollte im Allgemeinen auf 3 Wochen pro Schub beschrankt sein; langere Anwendungen sind nur unter arztlicher Aufsicht vertretbar.

Elocon-Creme eignet sich fur nasse, nassende Ekzeme; die Salbe ist besser geeignet fur lichenifizierte (verdickte), trockene Hautveranderungen; die Lotion eignet sich fur die behaarte Kopfhaut und grossere Korperoberflachen.

Unter Okklusivverbanden (luftundurchlassige Verbande) nimmt die systemische Absorption zu; der Einsatz solcher Verbande muss mit dem Arzt abgestimmt werden.

Eine Anwendung auf dem Gesicht, in den Achseln, in der Leiste und auf der Genitalschleimhaut sollte moglichst kurzfristig erfolgen und auf das notwendige Mindestmass beschrankt werden.

Klinische Wirksamkeit und Vergleich mit anderen topischen Kortikosteroiden

Mometasonfuroat 0,1 Prozent wurde in zahlreichen randomisierten klinischen Studien untersucht.

Es zeigt eine starke antiinflammatorische Wirkung, die mit anderen stark wirksamen topischen Kortikosteroiden (Klasse III) wie Betamethasonvalerat 0,1 Prozent oder Mometason-Cremen anderer Hersteller vergleichbar ist.

Klinische Studien bei atopischer Dermatitis zeigten signifikante Reduktionen des Eczema Area and Severity Index (EASI) und des Pruritus-Scores im Vergleich zu Placebo und vergleichbare oder bessere Ergebnisse gegenuber anderen Kortikosteroiden der Klasse III.

Besonderer Vorteil ist die einmal tagliche Anwendung, die die Therapietreue verbessert.

Elocon hat ein relativ gunstiges Atrophogenezitats-Profil (Risiko der Hautatrophie) im Vergleich zu anderen Praparaten gleicher Wirkstarke, was auf die molekularen Eigenschaften von Mometasonfuroat zuruckgefuhrt wird.

Nebenwirkungen der topischen Kortikosteroidtherapie

Lokale Nebenwirkungen bei korrekter und zeitlich begrenzter Anwendung von Elocon sind in der Regel mild.

Die am haufigsten berichteten lokalen Ereignisse umfassen Jucken, Brennen, Kribbeln und Trockenheit an der Applikationsstelle.

Bei langerer Anwendung, insbesondere auf dunner Haut (Gesicht, Achseln, Leiste) oder unter Okklusion, konnen Hautatrophie, Striae (Dehnungsstreifen), Teleangiektasien (Blutgefasserweiterungen), periorale Dermatitis, Rosazea-ahnliche Reaktionen und Akne auftreten.

Infektionen der Haut (bakteriell, viral, pilzartig) konnen sich unter Kortikosteroidtherapie verschlechtern oder maskiert werden, da die Immunabwehr der Haut geschwacht wird.

Systemische Nebenwirkungen (Suppression der Nebenniere, Cushing-Syndrom, Wachstumshemmung bei Kindern) sind bei kurzzeitiger Anwendung auf kleinen Flachen selten, konnen aber bei grossflachiger oder langerer Anwendung, insbesondere bei Kindern, auftreten.

Patienten sollten ihren Arzt uber alle Nebenwirkungen informieren, die sie an der Applikationsstelle oder allgemein bemerken.

Kontraindikationen

Elocon darf nicht angewendet werden bei Uberempfindlichkeit gegenuber Mometasonfuroat oder einem der sonstigen Bestandteile, bei unbehandelten Hautinfektionen durch Viren (Herpes simplex, Varizellen), Bakterien (Impetigo, Erysipel), Pilze (Dermatophytose, Kandidose) oder Parasiten (Skabies), bei Rosacea und perioralem Ekzem, bei Acne vulgaris und bei perianalen oder genitalen Erkrankungen mit entsprechenden Infektionen.

Die Anwendung im Gesicht sollte kurzfristig und nur auf arztliche Anweisung erfolgen; die Langzeitanwendung im Gesicht ist aufgrund des Risikos von Steroidrosacea und Hautatrophie zu vermeiden.

Elocon ist bei Kindern unter 2 Jahren kontraindiziert.

Eine Anwendung als Augentropfen oder auf der Augenlidschleimhaut ist ebenfalls kontraindiziert, da systemische und lokale Kortisonwirkungen am Auge (Erhohung des Augeninnendrucks, Kataraktbildung) auftreten konnen.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Die systemische Absorption von topisch angewendetem Mometasonfuroat ist bei normaler Anwendung gering.

Dennoch wird eine Anwendung auf grossen Hautflachen, unter Okklusion oder uber lange Zeitraume in der Schwangerschaft nicht empfohlen, da systemische Kortikosteroide im Tierversuch Fehlbildungen verursachten und beim Menschen Wachstumsverzogerungen des Fetus bei hochdosierter oder langerer systemischer Anwendung beobachtet wurden.

In der Schwangerschaft sollte Elocon nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung und auf arztliche Anweisung kurzfristig und auf kleinen Flachen angewendet werden.

In der Stillzeit sollte eine Anwendung im Brustbereich vermieden werden. Die Entscheidung uber die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit trifft der behandelnde Arzt.

Besondere Patientengruppen: Kinder und altere Patienten

Elocon kann bei Kindern ab 2 Jahren angewendet werden, jedoch sollte die Anwendungsdauer auf maximal 3 Wochen begrenzt werden.

Kinder sind aufgrund der grosseren Korperoberflache im Verhaltnis zur Korpermasse besonders gefahrdet fur systemische Kortikosteroidwirkungen bei topischer Anwendung.

Eltern sollten angewiesen werden, keine Windeln oder Okklusivverbande nach der Auftragung zu verwenden, da dies die systemische Absorption deutlich erhoht.

Zeichen einer Nebennierenrindensuppression (verminderte Stressreaktion, Wachstumsverlangsamung) sollten bei langerer Anwendung bei Kindern arztlich uberwacht werden.

Bei alteren Patienten ist die Haut haufig dunner und empfindlicher fur Kortikosteroidnebenwirkungen (insbesondere Hautatrophie und Striae); eine kurzere Behandlungsdauer und eine geringstmogliche Applikationsmenge sind daher besonders wichtig.

Lagerung und Handhabung

Elocon-Praparate sollten bei Raumtemperatur (nicht uber 25 Grad Celsius) und ausser Reichweite von Kindern gelagert werden. Die Praparate sind vor Frost und direkter Sonneneinwirkung zu schutzen.

Das Verfallsdatum auf der Packung darf nicht uberschritten werden. Tuben und Flaschen sind nach Anwendung fest zu verschliessen.

Nicht mehr benotigte Restmengen sind uber die Apotheke oder eine entsprechende Arzneimittelsammelstelle zu entsorgen; eine Entsorgung uber das Abwasser oder den Hausmull ist aus Umweltschutzgrunden zu vermeiden.

Elocon-Lotion enthalt Isopropylalkohol; eine offene Flamme oder Rauchen wahrend der Anwendung ist zu vermeiden.

Kostenerstattung und Verordnung in Deutschland

Elocon ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in Deutschland nur auf arztliche Verordnung in der Apotheke erhaltlich.

Fur GKV-Versicherte wird das Praparat bei den zugelassenen Indikationen erstattet, wenn die Verordnungsvoraussetzungen erfullt sind. Die Verordnung erfolgt in der Regel durch den Dermatologen oder den Hausarzt.

Selbstzahler und PKV-Versicherte zahlen den Apothekeneinkaufspreis zuzuglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer; aktuelle Preise konnen direkt in der Apotheke erfragt oder auf der Gelben Liste (www.gelbe-liste.de) eingesehen werden.

Weitere Informationen zur Erstattungsfahigkeit und Verordnungsfahigkeit finden Sie auf den Webseiten des G-BA (www.g-ba.de) und des BfArM (www.bfarm.de).

Quellen und weiterfuhrende Informationen

Massgebliche Informationen zu Elocon finden Sie in der aktuellen Fachinformation des Herstellers, den Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zur Therapie der atopischen Dermatitis und der Psoriasis sowie auf den Webseiten des BfArM (www.bfarm.de), des G-BA (www.g-ba.de) und der Gelben Liste (www.gelbe-liste.de).

Im Notfall wenden Sie sich an den Notruf 112 oder den arztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Ihr Dermatologe oder Hausarzt ist der richtige Ansprechpartner fur Fragen zu Ihrer individuellen Therapie.

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