Dermovate
Dermovate enthalt den hochwirksamen Wirkstoff Clobetasolpropionat 0,05 Prozent und wird zur Kurzzeitbehandlung schwerer, therapieresistenter entzundlicher Hauterkrankungen wie Psoriasis und Lichen planus eingesetzt.
Das verschreibungspflichtige Kortikosteroid der Wirkungsklasse IV ist als Creme und Salbe erhaltlich und darf nur auf begrenzte Flachen fur maximal vier Wochen angewendet werden.
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Dermovate, Hochwirksames topisches Kortikosteroid mit Clobetasol
Dermovate ist ein verschreibungspflichtiges topisches Kortikosteroid der Wirkungsklasse IV (sehr stark wirksam), das den Wirkstoff Clobetasolpropionat in einer Konzentration von 0,05 Prozent enthalt.
Es wird zur Behandlung schwerwiegender, therapieresistenter entzundlicher Hauterkrankungen eingesetzt, die auf schwacher wirksame Kortikosteroide nicht ausreichend ansprechen.
Dermovate ist in Deutschland als Creme und Salbe erhaltlich und darf ausschliesslich auf arztliche Verschreibung angewendet werden.
Aufgrund seiner hohen kortikosteroidalen Wirkstarke ist die Anwendung auf kurze Zeitraume und begrenzte Flachen beschrankt; eine sorgfaltige arztliche Uberwachung wahrend der gesamten Behandlungsdauer ist unabdingbar.
Wirkstoff und Pharmakologie
Clobetasolpropionat zahlt zu den am starksten wirksamen topischen Kortikosteroiden (Klasse IV nach der europaischen Klassifikation) und entfaltet ausgepragte antientzundliche, antiproliferative, immunsuppressive und vasokonstriktive Wirkungen.
Es bindet an den zytosolischen Glukokortikoidrezeptor und hemmt die Freisetzung proentzundlicher Mediatoren wie Prostaglandine, Leukotriene, Histamin und Zytokine.
Dadurch werden Rotung, Schwellung, Juckreiz und Schuppung bei entzundlichen Hauterkrankungen rasch und effektiv reduziert.
Clobetasolpropionat wird bei topischer Anwendung in relevantem Masse durch die Haut resorbiert; das Ausmass der systemischen Resorption hangt stark von der Applikationsflache, der Anwendungsdauer, der Okklusion und dem Zustand der Hautbarriere ab.
Bei langer Anwendung auf grossen Flachen kann es zu einer Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) kommen.
Zugelassene Anwendungsgebiete
Dermovate ist in Deutschland zugelassen fur die Kurzzeitbehandlung schwerer, therapieresistenter Dermatosen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Jahr, wenn schwacher wirksame Kortikosteroide keinen ausreichenden Therapieerfolg erzielen.
Zu den typischen Indikationen gehoren: schwere Psoriasis (ausser Gesichtspsoriasis), schwerer Lichen planus, schwerer Lichen sclerosus et atrophicus, Pemphigoid, schwere Kontaktdermatitis und schwere atopische Dermatitis (Neurodermitis) bei unzureichendem Ansprechen auf mittelpotente Kortikosteroide.
Die Anwendung ist auf begrenzte Flachen und kurze Zeitraume (in der Regel hochstens vier Wochen) beschrankt.
Dosierung und Anwendung
Dermovate wird ein- bis zweimal taglich dunn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Die Anwendungsdauer sollte vier Wochen nicht uberschreiten. Die maximale Wochendosis fur Erwachsene betragt 50 g.
Eine Langzeitanwendung oder Anwendung auf grossen Flachen ist zu vermeiden. Clobetasolpropionat darf nicht auf das Gesicht, die Axillen, die Leistengegend oder Schleimhaute aufgetragen werden.
Okklusivverbande sind zu vermeiden, da sie die systemische Resorption stark erhohen. Hande nach der Anwendung waschen, sofern diese nicht der Behandlungsbereich sind.
Bei Kindern ab einem Jahr ist besondere Vorsicht geboten; die niedrigst wirksame Dosis ist anzuwenden, und eine Okklusion ist absolut kontraindiziert.
Die arztliche Kontrolle wahrend der Behandlung ist zwingend.
Gegenanzeigen
Dermovate darf nicht angewendet werden bei: Uberempfindlichkeit gegenuber Clobetasolpropionat oder einem der sonstigen Bestandteile; primaren Hautinfektionen durch Bakterien (z.B. Impetigo), Viren (z.B. Herpes simplex, Varicellen), Pilze (z.B.
Tinea) oder Parasiten; Rosazea; Akne vulgaris und perioralem Dermatitis; Pruritis ani oder genitalis ohne Dermatose; Perianaldermatitis; Anwendung im Gesicht (ausser nach besonderer arztlicher Indikation); Neugeborenen und Sauglingen unter einem Jahr.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Psoriasis, da Rebound-Effekte auftreten konnen. Systemische Kortikosteroide sind Dermovate vorzuziehen, wenn eine ausgedehnte Behandlung erforderlich ist.
Nebenwirkungen
Sehr haufige und haufige Nebenwirkungen bei langer oder umfangreicher Anwendung: Hautatrophie (Verdunnung der Haut), Teleangiektasien (Erweiterung kleiner Hautgefasse), Striae distensae (Dehnungsstreifen), Purpura, Hypertrichose (vermehrter Haarwuchs), Hypopigmentierung.
Lokale Nebenwirkungen an der Applikationsstelle: Brennen, Stechen, Juckreiz, Hautirritation, Follikulitis, Kontaktdermatitis.
Systemische Nebenwirkungen durch Resorption bei ausgedehnter Anwendung: Suppression der HPA-Achse mit potenzieller Nebennierenrindeninsuffizienz, Cushing-Syndrom mit Gewichtszunahme, Mondgesicht und Stammfettsucht, Wachstumshemmung bei Kindern, Hyperglykamie und Diabetes mellitus, Blutdruckerhohung, Katarakt und Glaukom bei Anwendung nahe der Augen.
Sehr selten: schwere Infektionen durch Immunsuppression. Bei Auftreten von Zeichen einer Nebennierensuppression (Schwache, Mudigkeit, Ubelkeit, Blutdruckabfall) sofort arztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Notruf: 112.
Wechselwirkungen
Topische Kortikosteroide wie Clobetasolpropionat weisen wenige systemisch relevante Wechselwirkungen auf, sofern sie sachgemass angewendet werden.
Bei systemischer Resorption konnen Interaktionen mit anderen Kortikosteroiden, Antidiabetika (Wirkungsverminderung durch Blutzuckererhohenenden Effekt), Antihypertensiva und Antikoagulanzien auftreten.
Die gleichzeitige Anwendung anderer topischer Kortikosteroide oder immunsuppressiver Substanzen ist mit dem Arzt abzustimmen. Alle eingenommenen systemischen Medikamente mussen dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Arztin mitgeteilt werden.
Besondere Patientengruppen
Kinder (ab einem Jahr): Clobetasolpropionat 0,05% ist bei Kindern nur bei strenger Indikationsstellung und fur kurze Zeit anzuwenden.
Kinder haben ein hoheres Risiko fur systemische Nebenwirkungen, da ihr Verhaltnis von Korperoberflache zu Korpergewicht groser ist als bei Erwachsenen.
Okklusion, Windeln oder luftundurchlassige Verbande gelten als okklusiv und sind bei Kindern absolut kontraindiziert. Regelmasige arztliche Kontrollen sind unbedingt erforderlich.
Altere Patienten: Bei alteren Patienten ist die Haut oft atrophisch und dunner; das Risiko kortikosteroidinduzierter Hautatrophie ist erhoht. Schwangerschaft: Nicht empfohlen; systemische Resorption kann den Foten beeinflussen.
Stillzeit: Vermeiden; wenn unbedingt notig, nicht an Brust oder Korperpartien anwenden, mit denen das Kind in Kontakt kommen konnte.
Rebound-Effekt und Therapieabbruch
Eine abrupte Unterbrechung der Behandlung mit hochpotenten Kortikosteroiden wie Clobetasolpropionat kann zu einem sogenannten Rebound-Effekt fuhren, bei dem die behandelte Hauterkrankung nach dem Absetzen starker als zuvor aufflammt.
Zur Vermeidung dieses Effekts sollte die Therapie schrittweise ausgeschlichen werden, zunachst Reduktion der Applikationsfrequenz (z.B.
von taglich auf jeden zweiten Tag) und anschliessend Umstieg auf ein schwacher wirksames Kortikosteroid. Die genaue Vorgehensweise beim Therapieabschluss legt der behandelnde Arzt oder die behandelnde Arztin fest.
Lagerung und Haltbarkeit
Dermovate-Creme und -Salbe sind bei Raumtemperatur (unter 25 Grad Celsius) zu lagern. Vor ubermassiger Warme schutzen; nicht einfrieren. Ausserhalb der Reichweite und Sicht von Kindern aufbewahren.
Das Verfallsdatum auf Tube und Umverpackung ist zu beachten; das Arzneimittel danach nicht mehr verwenden.
Nach dem ersten Offnen der Tube ist das Praparat innerhalb der vom Hersteller angegebenen Frist zu verwenden. Entsorgung uber die Apotheke; nicht uber den Hausmull oder das Abwasser.
GKV-Erstattung und rechtliche Informationen
Dermovate ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in Deutschland GKV-erstattungsfahig, wenn es fur eine zugelassene Indikation verschrieben wird.
Die gesetzliche Zuzahlung betragt zehn Prozent (mindestens funf, hochstens zehn Euro pro Packung). Informationen zur Zulassung und Fachinformation: BfArM unter bfarm.de. Informationen zur fruhen Nutzenbewertung: G-BA unter g-ba.de.
Bewertungsberichte des IQWiG: iqwig.de. Produktdatenbank: gelbe-liste.de. Der Hausarzt oder der behandelnde Dermatologe ist erster Ansprechpartner fur Fragen zu Verordnung und Erstattung.
Hinweise fur Patienten
Dermovate darf nur nach arztlicher Verschreibung und entsprechend den Anweisungen des Arztes angewendet werden. Die empfohlene Dosierung, Anwendungsdauer und Anwendungsflache sind strikt einzuhalten.
Das Praparat nicht auf Gesicht, Schleimhaute, Axilla oder Leistengegend auftragen. Keine Anwendung unter Okklusion (Plastikfolie, luftdichte Verbande) ohne arztliche Anweisung.
Bei Verschlechterung der Hauterkrankung, Anzeichen einer Hautinfektion oder bei lokalen und systemischen Nebenwirkungen sofort den Arzt aufsuchen. Eigenmatige Verlangerung der Behandlungsdauer oder Ausdehnung der Behandlungsflache ist nicht erlaubt.
Kinder von gebrauchten Tuben fernhalten. Im Notfall: Notruf 112 wahlen. Weitere Informationen beim Arzt, in der Apotheke sowie auf den offiziellen Webseiten bfarm.de und gelbe-liste.de.
Klassifikation topischer Kortikosteroide in Deutschland
In Deutschland werden topische Kortikosteroide nach ihrer relativen Wirkstarke in vier Klassen eingeteilt: Klasse I (schwach wirksam, z.B. Hydrokortison 0,5-1%), Klasse II (mafig wirksam, z.B.
Triamcinolonacetonid 0,025-0,1%, Clobetasonbutyrat 0,05%), Klasse III (stark wirksam, z.B. Betamethasonvalerat 0,1%, Mometasonfuroat 0,1%) und Klasse IV (sehr stark wirksam, z.B. Clobetasolpropionat 0,05%).
Clobetasolpropionat, der Wirkstoff in Dermovate, gehort zur starksten Klasse (IV) und ist daher fur den Einsatz bei schweren, therapieresistenten Dermatosen reserviert, bei denen Klasse-III-Kortikosteroide nicht ausreichend wirksam sind.
Die Auswahl des geeigneten topischen Kortikosteroids richtet sich nach der Schwere und Lokalisation der Hauterkrankung sowie dem Alter des Patienten: Fur das Gesicht und die Korperfalten werden grundsatzlich nur schwach wirksame Praparte eingesetzt; fur den Rumpf und die Extremitaten konnen starker wirksame Substanzen verwendet werden.
Dermovate ist ausdrucklich nicht fur empfindliche Hautareale wie das Gesicht vorgesehen.
Das therapeutische Prinzip lautet: so schwach wie moglich, so stark wie notig, und immer fur den kurzest moglichen Zeitraum.
Clobetasol und dermatologische Indikationen: Vertiefende Information
Lichen sclerosus et atrophicus (LS) ist eine chronisch-entkundliche Hauterkrankung, die vorwiegend die Anogenitalregion betrifft und mit Juckreiz, Schmerzen, Hautweissveranderungen und Sklerosierung einhergeht.
Clobetasolpropionat gilt hier als Therapie der ersten Wahl und kann die Symptome effektiv kontrollieren und das Fortschreiten verhindern.
Beim Lichen planus, einer entkundlichen Erkrankung, die Haut, Schleimhaute und Nagel befallen kann, ist Clobetasolpropionat bei schwerem Befall der Goldstandard der topischen Therapie.
Die bullosen Pemphigoide und andere autoimmunbullosen Dermatosen konnen bei umschriebenen Lasionen ebenfalls mit hochpotenten topischen Kortikosteroiden behandelt werden.
Die Anwendung erfolgt immer unter engmaschiger dermatologischer Betreuung; Langzeitanwendung erfordert regelmasige Kontrollen der behandelten Haut und gegebenenfalls Laboruntersuchungen zum Ausschluss einer systemischen Kortikosteroidwirkung.
Die Kenntnis dieser Indikationen und ihrer optimalen Behandlungskonzepte ist Aufgabe des Spezialisten; der Hausarzt fungiert als erste Anlaufstelle und Koordinator der Weiterbetreuung.
Alle Fragen zu Diagnose, Therapie und Langzeitbetreuung sollten mit dem Dermatologen besprochen werden.
Sicherheitsmonitoring und Patientenuberwachung bei Dermovate
Aufgrund des hohen kortikosteroidalen Wirkpotenzials von Clobetasolpropionat sind bei der Anwendung von Dermovate regelmasige arztliche Kontrollen unabdingbar.
Zu Beginn der Therapie sollte der Arzt die betroffene Flache, die Schwere der Erkrankung und mogliche Risikofaktoren fur systemische Kortikosteroideffekte dokumentieren.
Wahrend der Behandlung sind wochentliche Visiten oder engmaschige Telefonkontakte empfohlen, um den Therapieerfolg zu uberwachen und Nebenwirkungen fruhzeitig zu erkennen.
Laborkontrollen (Blutzucker, Kortisol-Morgenwert, gegebenenfalls ACTH-Stimulationstest) sind bei langfristiger Anwendung oder ausgedehnter Behandlungsflache zu erwagen, um eine Suppression der HPA-Achse auszuschliessen.
Ophthalmologische Kontrollen sind bei Anwendung in Augennahe oder bei Patienten mit Glaukom-Risikofaktoren empfohlen.
Am Ende der Behandlung sollte die Dosisreduktion schrittweise erfolgen, und der Arzt sollte den Hautbefund nach Therapieende evaluieren, um einen Rebound-Effekt oder ein Wiederauftreten der Grunderkrankung rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine alternative Therapiestrategie einzuleiten.
Diese strukturierte Betreuung ist entscheidend fur die sichere und effektive Anwendung dieses hochwirksamen Arzneimittels im klinischen Alltag. Weitergehende Informationen unter bfarm.de, g-ba.de, iqwig.de und gelbe-liste.de.
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