Pentasa
Pentasa (Mesalazin) ist ein aminosalicylisches Entzuendungshemmer, der gezielt im Darm wirkt und zur Behandlung und Remissionserhaltung bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eingesetzt wird.
Es ist in Deutschland als Granulat, Tablette, Suppositorium und Klyma erhaeltlich und verschreibungspflichtig. Die GKV erstattet Pentasa bei gesicherter chronisch-entzuendlicher Darmerkrankung.
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Pentasa (Mesalazin): Topischer Entzuendungshemmer bei chronisch-entzuendlichen Darmerkrankungen
Pentasa ist der Markenname fuer Mesalazin (5-Aminosalicylsaeure, 5-ASA) in einer speziellen Ethylcellulose-Mikrogranulat-Formulierung, die eine gleichmaessige Freisetzung des Wirkstoffs entlang des gesamten Gastrointestinaltrakts von Duodenum bis Rektum gewaehrleistet.
Dieses pharmazeutische Profil unterscheidet Pentasa von anderen Mesalazin-Praeparaten, die erst im distalen Ileum oder Kolon freisetzen.
Pentasa wird in Deutschland von Ferring Pharmaceuticals vertrieben und ist durch das BfArM zugelassen.
Dieser Beitrag informiert Sie ausfuehrlich ueber das Wirkprinzip, die Indikationen, Dosierung, Nebenwirkungen und den klinischen Einsatz von Pentasa im deutschen Versorgungsumfeld.
Wirkungsmechanismus von Mesalazin
Mesalazin (5-ASA) entfaltet seine anti-inflammatorische Wirkung ueberwiegend lokal in der Darmschleimhaut durch mehrere komplementaere Mechanismen.
Es hemmt die Cyclooxygenase (COX) und damit die Synthese von Prostaglandinen und Leukotrienen, die zentrale Entzuendungsmediatoren sind.
Mesalazin aktiviert darueberhinaus den nukleaeren Transkriptionsfaktor PPAR-gamma, der entzuendungshemmende Signalwege foerdert und die Zytokinproduktion moduliert.
Zusaetzlich wird die Aktivierung von NF-kB, einem Schluesselmediator der mukosalen Entzuendung bei CED, gehemmt. Mesalazin besitzt antioxidative Eigenschaften und faengt freie Radikale in der entzuendeten Mukosa ab.
Da Mesalazin vorwiegend lokal wirkt und systemisch kaum absorbiert wird, ist sein Sicherheitsprofil deutlich guenstiger als das der systemischen Kortikosteroide oder Immunsuppressiva, mit denen es in der Stufentherapie der CED kombiniert werden kann.
Zugelassene Indikationen in Deutschland
Pentasa ist in Deutschland fuer folgende Indikationen durch das BfArM zugelassen: (1) Aktive Colitis ulcerosa: Induktion einer Remission bei leichter bis mittelschwerer Erkrankung. (2) Remissionserhaltung bei Colitis ulcerosa.
(3) Aktiver Morbus Crohn im Duenndarm und/oder Dickdarm: Induktion einer Remission bei leichter bis mittelschwerer Erkrankung. (4) Remissionserhaltung bei Morbus Crohn.
Pentasa-Suppositorien sind speziell fuer die Behandlung der Proktitis ulcerosa (auf das Rektum beschraenkte Colitis ulcerosa) zugelassen. Pentasa-Klysma wird bei linksseitiger Colitis ulcerosa eingesetzt.
Die G-BA-Nutzenbewertungen haben Mesalazin als Standardtherapie fuer leichte bis mittelschwere CED anerkannt.
Dosierung und Anwendung von Pentasa
Die Dosierung von Pentasa wird individuell durch Ihren Gastroenterologen oder Internisten festgelegt und richtet sich nach der Erkrankungsaktivitaet, der Lokalisation und dem Ansprechen auf die Therapie.
Granulat (1 g Beutel): Bei aktiver Colitis ulcerosa 4 g pro Tag, verteilt auf zwei bis vier Einzeldosen. Zur Remissionserhaltung 2 g pro Tag.
Das Granulat kann mit einem Glas Wasser gemischt oder direkt auf die Zunge gegeben und mit Fluessigkeit hinuntergespuelt werden.
Retardtabletten (500 mg): Bei aktiver Erkrankung bis zu 4 g taeglich in geteilten Dosen. Suppositorien (1 g): Einmal taeglich rektal, vorzugsweise abends, fuer die Behandlung der Proktitis.
Klyma (1 g/100 ml): Einmal taeglich rektal am Abend; nach Applikation moeglichst lange halten. Pentasa soll regelmaessig ohne Unterbrechung eingenommen werden, auch bei Beschwerdefreiheit waehrend der Remissionserhaltungsphase.
Nebenwirkungen von Pentasa
Pentasa (Mesalazin) ist insgesamt sehr gut vertraeglich; die Rate schwerer Nebenwirkungen ist gering. Haeufige Nebenwirkungen (1 bis 10 Prozent) umfassen Kopfschmerzen, Durchfall, Uebelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen.
Seltener (0,1 bis 1 Prozent) koennen Fieber, Hautausschlag, Myokarditis, Perikarditis, Pankreatitis und Nephrotoxizitaet auftreten.
Nephrotoxizitaet ist eine seltene, aber klinisch wichtige Nebenwirkung von Mesalazin, die sich als interstitielle Nephritis manifestieren kann.
Regelmaessige Kontrollen der Nierenfunktion (Serum-Kreatinin und Harnstoff) alle drei bis sechs Monate sind daher bei Langzeittherapie empfohlen.
Paradoxe Verschlechterung der Colitis bei der Gabe von Mesalazin wurde in seltenen Faellen berichtet. Lokale Reaktionen bei rektaler Anwendung (Schleimhautreizung, Kraempfe) sind moeglich.
Bei schwerwiegenden Nebenwirkungen wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder waehlen Sie den Notruf 112.
Kontraindikationen
Pentasa ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegenueber Mesalazin, anderen Salicylaten (Aspirin) oder einem der Hilfsstoffe. Bei Patienten mit schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz ist Pentasa kontraindiziert.
Eine bestehende oder bekannte Blutgerinnungsst oerung stellt ebenfalls eine Kontraindikation dar. Patienten mit bekannter Salicylatueberempfindlichkeit (einschliesslich Aspirin-Asthma) muessen Pentasa meiden, da Kreuzreaktionen moeglich sind.
Kinder unter 2 Jahren: Anwendung nicht zugelassen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Mesalazin kann die Wirkung von Azathioprin und 6-Mercaptopurin (Thiopurine) potenzieren, da es das metabolisierende Enzym TPMT (Thiopurin-S-Methyltransferase) hemmt; dies kann das Risiko einer Knochenmarksuppression erhoehen.
Bei dieser Kombination sind engmaessige Blutbildkontrollen erforderlich. NSAID und Acetylsalicylsaeure koennen die Nephrotoxizitaet von Mesalazin verstaerken. Warfarin und Cumarinderivate: Mesalazin kann deren Wirkung beeinflussen.
Antazida mit Magnesiumhydroxid koennen die Freisetzung von Mesalazin aus den Retardgranulaten beschleunigen. Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker vollstaendig ueber alle Medikamente, einschliesslich OTC-Praeparate.
Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit
Mesalazin kann in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn der klinische Nutzen das potenzielle Risiko ueberwiegt; unkontrollierte Darmentzuendung ist fuer die Schwangerschaft weitaus gefaehrlicher als die Therapie mit Mesalazin.
In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft sollte Mesalazin jedoch nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwaegung eingesetzt werden, da Salicylate die fetale Nierenfunktion beeinflussen und die Blutungszeit verlaengern koennen.
In der Stillzeit geht Mesalazin in geringen Mengen in die Muttermilch ueber.
Saeuglinge koennen Durchfall entwickeln; bei Auftreten von Durchfall beim Saeuglingt sollte das Stillen oder die Therapie unterbrochen und ein Arzt konsultiert werden.
Aufbewahrung von Pentasa
Pentasa-Granulat und -Tabletten sollen bei Raumtemperatur unter 25 Grad Celsius aufbewahrt werden, trocken und vor Licht geschuetzt.
Suppositorien sollen bei 8 bis 15 Grad Celsius aufbewahrt werden; kuehlere Temperaturen helfen, die Suppositorien in Form zu halten.
Das Klyma ist im Kuehlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius aufzubewahren. Alle Darreichungsformen sollten ausserhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden.
Nicht mehr benoetigte Pentasa-Praeparate koennen ueber Apotheken oder kommunale Sammelstellen entsorgt werden.
CED-Management und Verlaufskontrolle in Deutschland
In Deutschland werden chronisch-entzuendliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn leitliniengerecht durch gastroenterologische Fachaerzte versorgt, haeufig in interdisziplinaeren CED-Zentren.
Die Deutsche Gesellschaft fuer Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) publiziert regelmaessig aktualisierte S3-Leitlinien zur Behandlung beider Erkrankungen.
IQWiG und G-BA haben Mesalazin als Basistherapie bei leichter bis mittelschwerer CED anerkannt. GKV-Versicherte erhalten Pentasa auf aerztliche Verordnung gegen die gesetzliche Zuzahlung.
Regelmaessige Verlaufskontrollen (Koloskopie, Laborwerte, Entzuendungsmarker) sind fester Bestandteil des langfristigen Managements.
Haeufig gestellte Fragen zu Pentasa
Wie lange muss ich Pentasa einnehmen? .
Zur Remissionserhaltung bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn wird Pentasa haeufig als Dauertherapie ueber viele Jahre eingesetzt, da Studien zeigen, dass die Absetzen der Therapie das Rueckfallrisiko deutlich erhoet.
Ihr Gastroenterologe legt die Therapiedauer individuell fest.
Wirkt Pentasa auch vorbeugend gegen Dickdarmkrebs? .
Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass eine langjaehrige Mesalazin-Therapie das Risiko fuer ein kolorektales Karzinom bei Patienten mit Colitis ulcerosa reduzieren kann.
Dieser chemopraeventive Effekt ist ein weiterer Grund fuer die Fortfuehrung der Erhaltungstherapie.
Unterscheidet sich Pentasa von anderen Mesalazin-Praeparaten? . Ja.
Die Ethylcellulose-Mikrogranulat-Formulierung von Pentasa setzt Mesalazin gleichmaessig ueber den gesamten Duenndarm und Dickdarm frei, waehrend andere Praeparate wie Salofalk oder Mezavant erst im distalen Ileum oder Kolon freisetzen.
Dies macht Pentasa besonders geeignet fuer Morbus Crohn mit Duenndarmbefall.
Darf ich Pentasa-Granulat in Speisen mischen? . Pentasa-Granulat kann unter ein Glas Wasser geruehrt oder direkt in den Mund genommen und mit Wasser hinuntergespuelt werden.
Mischen Sie es nicht in saure Speisen oder Getraenke (Joghurt, Fruchtsaft), da dies die Retardbeschichtung beschaedigen koennte.
Kann ich Pentasa beim Sport und auf Reisen einnehmen?
Ja, Pentasa kann unabhaengig von koerperlicher Aktivitaet eingenommen werden. Auf Reisen achten Sie auf die korrekte Lagertemperatur, insbesondere fuer Suppositorien und Klysma.
Was tue ich bei einem Schub trotz Pentasa-Einnahme?
Kontaktieren Sie sofort Ihren Gastroenterologen. Ein Schub unter Mesalazin-Therapie kann eine Dosisanpassung, Hinzunahme von Kortikosteroiden oder eine Eskalation zur Biologic-Therapie notwendig machen.
Werden Nierenwerte bei Pentasa-Einnahme ueberwacht?
Ja, regelmaessige Nierenfunktionskontrollen (Kreatinin, Harnstoff im Blut, Eiweis im Urin) alle drei bis sechs Monate sind bei Langzeittherapie Standard, da Mesalazin in seltenen Faellen nephrotoxisch wirken kann.
Psychosoziale Aspekte des Lebens mit chronisch-entzuendlicher Darmerkrankung
Chronisch-entzuendliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn stellen nicht nur eine koerperliche, sondern auch eine erhebliche psychosoziale Belastung dar.
Studien belegen, dass Patienten mit CED ein deutlich erhoehtes Risiko fuer Angstst oerungen und Depressionen haben, das wiederum die Krankheitsaktivitaet beeinflusst.
In Deutschland stehen Betroffenen umfassende Unterstuetzungsangebote zur Verfuegung: Die Deutsche Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV e.V.) bietet Selbsthilfegruppen, Beratungstelefone und Informationsmaterialien an.
Im Rahmen des deutschen Sozialversicherungssystems haben CED-Patienten Anspruch auf spezielle Versorgungsprogramme (Disease-Management-Programme, DMP) und bei schwereren Verlaufen auf einen Behindertenausweis sowie Pflegeleistungen.
Psychologische Mitbetreuung und Stressmanagement-Programme koennen die Krankheitsaktivitaet positiv beeinflussen und werden von einigen CED-Zentren in Deutschland angeboten.
Sprechen Sie Ihren Gastroenterologen auf psychosoziale Unterstuetzungsangebote an, wenn Sie sich durch Ihre Erkrankung belastet fuehlen.
Quellen und weiterfuehrende Informationen
- Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de
- Gelbe Liste Pharmindex: www.gelbe-liste.de
- Deutsche Gesellschaft fuer Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): S3-Leitlinie Colitis ulcerosa
- DGVS: S3-Leitlinie Morbus Crohn
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