Zolmitriptan
Zolmitriptan ist ein Triptan der zweiten Generation, das zur Akutbehandlung von Migraneanfaellen mit oder ohne Aura eingesetzt wird.
Der Wirkstoff ist ein selektiver Serotonin-Rezeptor-Agonist (5-HT1B/1D), der Migraneschmerzen und -begleitsymptome wie Uebelkeit und Lichtscheue wirksam lindert.
Zolmitriptan ist in Deutschland als Filmtablette, Schmelztablette und Nasenspray erhaeltlich und je nach Staerke rezeptpflichtig.
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Einleitung: Zolmitriptan zur Migranebehandlung
Zolmitriptan ist ein Triptan der zweiten Generation zur Akuttherapie der Migrane.
Als selektiver Agonist an Serotonin-Rezeptoren vom Typ 5-HT1B und 5-HT1D wirkt es gezielt an pathophysiologisch relevanten Strukturen und steht in Deutschland als Filmtablette (2,5 mg und 5 mg), Schmelztablette sowie als Nasenspray zur Verfuegung.
Migrane betrifft etwa 12 bis 15 Prozent der deutschen Bevoelkerung. Das BfArM (Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte) hat Zolmitriptan auf Basis klinischer Studiendaten zugelassen.
Der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) und das IQWiG (Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) stellen Bewertungen und Patienteninformationen zu Triptan-Therapien bereit.
In Deutschland sind bestimmte niedrigdosierte Nasenspray-Formulierungen auch ohne Rezept erhaeltlich, Tablettenformen sind rezeptpflichtig. Therapieplanung mit einer neurologischen Fachkraft ist bei haeufigen Anfaellen dringend empfohlen.
Wirkungsmechanismus von Zolmitriptan
Zolmitriptan ist ein selektiver Agonist an Serotonin-Rezeptoren vom Subtyp 5-HT1B und 5-HT1D. Diese Rezeptorsubtypen befinden sich sowohl an den intrakraniellen Blutgefaessen als auch an den trigeminalen Nervenendigungen.
Durch die agonistische Wirkung an 5-HT1B-Rezeptoren bewirkt Zolmitriptan eine Vasokonstriktion (Verengung) der dilatierten kraniellen Blutgefaesse, die waehrend eines Migranesanfalls erweitert sind. Diese Vasokonstriktion traegt wesentlich zur Schmerzhemmung bei.
Darueber hinaus hemmt Zolmitriptan durch seine Wirkung an 5-HT1D-Rezeptoren die Freisetzung von entzuendlichen Neuropeptiden (insbesondere Substanz P und CGRP, Calcitonin Gene-Related Peptide) aus den trigeminalvaskuaeren Nervenfasern.
Diese Neuropeptide spielen eine Schluesselrolle bei der neurogenen Entzuendung, die den Migraneschmerz aufrechterhaelt. Durch deren Hemmung wird die Entzuendungskaskade unterbrochen.
Zusaetzlich beeinflusst Zolmitriptan zentrale Schmerzverarbeitungswege im Hirnstamm (periaquaeduktales Grau), was zu einer weiteren Modulation der Schmerzwahrnehmung beitraegt.
Klinisch zeigt sich die Wirkung typischerweise innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach oraler Einnahme.
Die Nasenspray-Formulierung kann eine noch schnellere Wirkstoffabsorption bieten, da die Schleimhaut des Nasopharynx gut durchblutet ist.
Indikationen fuer Zolmitriptan
Zolmitriptan ist in Deutschland zur Akutbehandlung von Migranekopfschmerzen mit oder ohne Aura zugelassen. Es ist nicht zur Praevention von Migraneanfaellen geeignet, dies unterscheidet es grundlegend von prophylaktischen Mitteln wie Betablockern, Topiramat, Amitriptylin, CGRP-Antikoerpern oder Valproinsaeure.
Zolmitriptan sollte nur in der Attackenphase (nicht waehrend der Aura) eingenommen werden, sobald der Kopfschmerz einsetzt.
Die Anwendung bei Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen (fuer diese Indikation nicht optimal, andere Triptane bevorzugt) oder anderen Kopfschmerzformen ohne Migranecharakter ist nicht angezeigt.
Eine korrekte Migrainediagnose durch eine aerztliche Fachkraft ist vor der Verschreibung von Zolmitriptan erforderlich.
Fuer Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist Zolmitriptan nicht zugelassen. Die Anwendung in dieser Altersgruppe sollte nur nach spezialisierter paediatrisch-neurologischer Beratung erwogen werden. Informationen zur Erstattung im GKV-System sind beim G-BA und den Krankenkassen verfuegbar.
Dosierung und Anwendung von Zolmitriptan
Tabletten: Die uebliche Anfangsdosis betraegt 2,5 mg. Falls keine ausreichende Wirkung innerhalb von zwei Stunden erzielt wird, kann eine zweite Dosis (2,5 mg oder 5 mg) eingenommen werden.
Maximale Tagesdosis: 10 mg. Schmelztabletten: Gleiche Dosierung wie Filmtabletten; sie loesen sich auf der Zunge auf und koennen ohne Wasser eingenommen werden, besonders vorteilhaft bei Migrane-bedingter Uebelkeit.
Nasenspray: 5 mg in ein Nasenloch. Eine zweite Dosis koennte bei Bedarf nach zwei Stunden verabreicht werden, maximal 10 mg pro Tag.
Zeitpunkt: Zolmitriptan sollte zu Beginn des Kopfschmerzes (nicht waehrend der Aura) eingenommen werden. Eine fruehzeitige Einnahme bei noch leichtem Schmerz verbessert die Ansprechrate.
Zolmitriptan sollte nicht zur praophylaktischen Einnahme verwendet werden. Medikamentenuebertragungsfrequenz: Um einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz (Reboundkopfschmerz) zu vermeiden, sollte Zolmitriptan an nicht mehr als zehn Tagen pro Monat eingesetzt werden.
Bei haeufigeren Anfaellen ist eine Prophylaxe-Therapie zu erwaegen. Die genaue Dosierungsanweisung steht in der Packungsbeilage und sollte mit der aerztlichen Fachkraft besprochen werden.
Nebenwirkungen von Zolmitriptan
Haeufige Nebenwirkungen (1 von 10 bis 1 von 100): Schwindel, Muedigkeit, Waermegefuehl, Kribbeln (Paraaesthesien), Taubheitsgefuehl, Schwere- oder Druckgefuehl in Brust, Hals oder Gliedmassen (sogenanntes Triptan-Gefuehl, meist voruebergehend und harmlos), Uebelkeit, Mundtrockenheit, Muskelschwaeche.
Diese Nebenwirkungen sind meist leicht bis mittelschwer und klingen innerhalb von zwei Stunden ab.
Gelegentliche Nebenwirkungen (1 von 100 bis 1 von 1000): Tachykardie (erhoehte Herzfrequenz), Herzklopfen, Sehstoerungen, Blutdruckanstieg, Polyurie, vermehrtes Schwitzen, Myalgien.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen: koronare Vasospasmen, Herzrhythmusstorungen, Herzinfarkt, das Risiko ist zwar sehr gering, aber aufgrund des Wirkungsmechanismus (Vasokonstriktion) nicht ausgeschlossen. Anaphylaktische Reaktionen sind sehr selten moeglich.
Bei plotzlichen Brustschmerzen, schwerer Atemnot oder anderen Zeichen einer kardialen Komplikation sofort den Notruf 112 waehlen.
Medikamentenbedingter Kopfschmerz (MOH, Medication Overuse Headache): Haeufige Einnahme von Triptanen (mehr als zehn Tage pro Monat) kann zu einer Chronifizierung der Migrane fuehren. Aerztliche Begleitung der Langzeittherapie ist daher wichtig.
Kontraindikationen fuer Zolmitriptan
Zolmitriptan ist kontraindiziert bei: bekannter koronarer Herzerkrankung (Angina pectoris, Herzinfarkt in der Vorgeschichte, Prinzmetal-Angina), Herzrhythmusstorungen, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Schlaganfall oder TIA (transitorische ischaemische Attacke) in der Vorgeschichte, unkontrollierter arterieller Hypertonie und Ueberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
Nicht anwenden bei Migrane mit Hirnstammaura oder hemiplegischer Migrane. Nicht kombinieren mit anderen Triptanen oder Ergotamin-haltigen Praeparaten am selben Tag, Risiko additiver Vasokonstriktion.
Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern oder innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen ist kontraindiziert. Schwere Lebererkrankung kann die Metabolisierung beeintraechtigen, Dosisanpassung oder Kontraindikation je nach Schwere.
Wechselwirkungen von Zolmitriptan
MAO-Hemmer (Monoaminooxidasehemmer Typ A, z. B. Moclobemid): Gleichzeitige Einnahme kontraindiziert, kann zu einer deutlich erhoehten Zolmitriptan-Exposition fuehren.
Ergotatartige Substanzen und andere Triptane: Nicht gleichzeitig anwenden, da das Risiko additiver vasospastischer Effekte besteht.
Serotonerge Praeparate (SSRIs, SNRIs, Tramadol, Lithium): Theoretisches Risiko des Serotoninsyndroms; kombinierte Einnahme mit aerztlicher Vorsicht und Ueberwachung.
CYP1A2-Hemmer wie Fluvoxamin oder Cimetidin koennen den Zolmitriptan-Spiegel erhoehen, Dosisanpassung in Betracht ziehen.
Propranolol verlangsamt den Metabolismus von Zolmitriptan leicht; die maximale Einzeldosis sollte bei gleichzeitiger Einnahme auf 5 mg begrenzt werden. Informationen zu Wechselwirkungen: www.gelbe-liste.de und www.bfarm.de.
Zolmitriptan in Schwangerschaft und Stillzeit
Fuer Zolmitriptan in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden klinischen Daten vor. Tierexperimentelle Studien haben bei hohen Dosen embryotoxische Effekte gezeigt.
Die Anwendung in der Schwangerschaft wird daher nicht empfohlen. Bei Migrane in der Schwangerschaft sollten Alternativtherapien (z. B.
Paracetamol, Sumatriptan als besser untersuchtes Triptan) in Absprache mit der behandelnden Fachkraft erwaogen werden.
Zolmitriptan geht in die Muttermilch ueber.
Um die Exposition des Saeugling zu minimieren, wird empfohlen, das Stillen fuer 24 Stunden nach der Einnahme zu unterbrechen und die in dieser Zeit gewonnene Milch zu verwerfen.
Eine aerztliche Beratung ist vor Anwendung in der Stillzeit unbedingt einzuholen.
Aufbewahrung von Zolmitriptan
Zolmitriptan bei bis zu 30 Grad Celsius lagern (Filmtabletten und Schmelztabletten). Die Schmelztabletten in ihrer Originalverpackung aufbewahren, da sie empfindlich gegenueber Feuchtigkeit sind.
Das Nasenspray bei Raumtemperatur und vor Frost schuetzen. Alle Darreichungsformen ausserhalb der Reichweite und Sichtweite von Kindern lagern. Verfallsdatum beachten, nach Ablauf nicht verwenden.
Reste sachgerecht ueber die Apotheke entsorgen, nicht in Hausmuell oder Toilette.
Haeufig gestellte Fragen zu Zolmitriptan (FAQ)
Frage 1: Wann sollte ich Zolmitriptan einnehmen? . Zolmitriptan sollte eingenommen werden, sobald der Migranekopfschmerz einsetzt, nicht waehrend der Aura-Phase.
Eine fruehzeitige Einnahme bei noch leichten Schmerzen ist oft wirksamer als eine spaete Einnahme bei starken Schmerzen. Das Praeparat ist ausschliesslich fuer die Akutbehandlung geeignet, nicht zur Vorbeugung.
Frage 2: Was tun, wenn Zolmitriptan nicht wirkt? . Wenn die erste Dosis nach zwei Stunden keine ausreichende Wirkung zeigt, kann eine zweite Dosis eingenommen werden.
Wenn Zolmitriptan bei mehreren Anfaellen nicht ausreichend hilft, sollte mit der Fachkraft ueber eine Anpassung der Therapie gesprochen werden, andere Triptane oder alternative Akutmedikamente koennen wirksamer sein.
Frage 3: Wie oft kann ich Zolmitriptan in einem Monat nehmen? . Nicht mehr als an zehn Tagen pro Monat.
Eine haeufigere Einnahme erhoet das Risiko eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes (Reboundkopfschmerz), der die Migrane chronifizieren kann. Bei haefigeren Migraneanfaellen sollte eine prophylaktische Behandlung mit der Fachkraft besprochen werden.
Frage 4: Kann ich Zolmitriptan mit normalen Schmerzmitteln kombinieren? . In bestimmten Faellen ist eine Kombination moeglich, zum Beispiel Zolmitriptan mit einem NSAR (z. B. Naproxen oder Ibuprofen).
Kombinieren Sie Zolmitriptan jedoch nicht mit anderen Triptanen oder Ergotamin am selben Tag. Die Fachkraft sollte jede Kombinationstherapie begleiten.
Frage 5: Was ist das Triptan-Gefuehl? . Das sogenannte Triptan-Gefuehl ist ein Druck- oder Schweregefuehl in Brust, Hals oder Gliedmassen, das kurz nach der Einnahme auftreten kann.
Es ist eine bekannte, haeufige Nebenwirkung und in der Regel harmlos sowie voruebergehend. Wenn es jedoch mit Brustschmerzen oder Atemnot einhergeht, sollte sofort der Notruf 112 gewaehlt werden.
Frage 6: Gibt es Alternativen zu Zolmitriptan? . Ja. Die Gruppe der Triptane umfasst mehrere Wirkstoffe, darunter Sumatriptan, Rizatriptan, Almotriptan, Eletriptan und Frovatriptan.
Jeder Wirkstoff hat ein leicht unterschiedliches Profil bezueglich Wirkungseintritt, Halbwertszeit und Nebenwirkungen. Die optimale Auswahl erfolgt individuell mit der behandelnden Fachkraft.
Quellen und weiterfuehrende Informationen zu Zolmitriptan
- Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de, Fachinformationen und Zulassungsdaten zu Zolmitriptan
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): www.g-ba.de, Nutzenbewertungen von Triptanen
- Institut fuer Qualitaet und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.iqwig.de, Patienteninformationen zu Migrane und Akuttherapie
- Gelbe Liste Pharmaindex: www.gelbe-liste.de, Fachinformation, Dosierungsempfehlungen und Wechselwirkungscheck fuer Zolmitriptan
- Deutsche Migrane- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), Leitlinien zur Migranebehandlung
- GKV, Erstattungsfaehigkeit von Triptanen fuer GKV-Versicherte
- Notruf 112, Bei Brustschmerzen, schwerer Atemnot oder anderen Zeichen einer kardialen Komplikation sofort den Notruf waehlen
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